Aufnahme: 1993
„Die Strüch" in Wort und Bild
"Willi Schmidt ist der Autor des am vergangenen Sonntag vorgestellten Büchleins über 'Die Strüch'. Der Königswinterer arbeitete daran von März bis Dezember 1992 aus Liebe zu seiner alten Heimat Thomasberg. Die Heimatliebe zieht sich denn auch wie ein roter Faden durch das 152 Seiten starke reich bebilderte Werk.
Die Bilder wurden größtenteils von Fritz Müller aus Heisterbacherrott und bei Thomasberger Bürgern ausgeliehen. Willi Schmidt ist besonders stolz darauf, daß es ihm gelang, die Geschichte der Thomasberger Steinbrüche weitgehend aufzuhellen. Dazu kommt die Chronik der Thomasberger Schule, der Kirche, der Post und der Thomasberger Vereine nicht zu kurz. Die Nazizeit und die Kriegs- und Nachkriegszeit wurden nicht ausgespart.
Der Autor hat zu alledem rund 100 Akten und Unterlagen (auch Ausgaben der Siebengebirgs-Zeitung) durchstöbert und hofft jetzt, daß von Lesern seiner Heimatchronik Aufklärung kommt über den Verbleib der verschwundenen Schulchronik und des alten Protokollbuches des Kriegervereins, das nach dem Kriege noch lange in einer Vitrine beim 'Wicharz Pitter' gelegen hat, ehe es verschwand. Mit beiden Aufzeichnungen ließe sich die jetzt vorliegende Chronik von Thomasberg womöglich noch ergänzen, notfalls noch berichtigen.
Die Aufzeichnungen von Willi Schmidt sind nicht eng begrenzt auf 'die Strüch'. Sie enthalten vielmehr manchen Blick über die Ortsgrenzen hinaus. So auf die Geschichte der Kirche und des Propsteihofes in Oberpleis, auf die Gemeinde Oberpleis, die Stieldorfer Passionsspiele, die Separatistenkämpfe bei Aegidienberg und auf das Geschehen im Nachbarort Heisterbacherrott. Der Autor hat viele Angaben vom ältesten 'Mitarbeiter' an seinem Werk, dem 90jährigen Theodor Schmidt aus Steinringen, der so manches Episödchen erzählen konnte, übernommen. Mit dem vorliegenden Büchlein hat auch der Bürgerverein Thomasberg ein über viele Jahre verfolgtes Ziel erreicht. Der Vorsitzende, Lothar Krause, betonte, daß dies ein Grund zur Freude sei.
Bei der Buchvorstellung sagte in seinen Einleitungsworten der Vorsitzende des Bürgervereins, Lothar Krause, vor zahlreichen Thomasberger Bürgerinnen und Bürgern, daß nach sieben Jahren endlich ein solches Buch der Öffentlichkeit vorgestellt werden könne. Begonnen mit dem Vorhaben hatte Heinz Huhn. Durch seinen frühen Tod konnte das Werk aber nicht zu Ende gebracht werden. Mit Willi Schmidt wurde dann schließlich ein neuer Autor gefunden. Die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Renate Heck bedauerte in ihrer Rede, daß die Stadt kein Geld zur Finanzierung des Thomasberger Heimatbuches beisteuern konnte. Aber die Stadt habe doch etwas getan: Sie habe das Foyer des Thomasberger Verwaltungsgebäudes für die Buchvorstellung zur Verfügung gestellt."
Über den Link unten zur Schrift "DIE STRÜCH - Eine Chronik von Thomasberg".
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