Aufnahme: 1993
70 Jahre „Bergklänge" gefeiert
"'Das Haus Schlesien freut sich, wenn die 'Bergklänge' Heisterbacherrott bei unseren Festen aufspielen', sagte in Vertretung des Schirmherrn Dr. Klaus Ullmann die 2. Vorsitzende des Vereins 'Haus Schlesien', Petra Meßbacher, bei der Feier des 70jährigen Bestehens des Musikzuges beim Festkommers im Haus Schlesien. 'Dann kommt bei uns allen das Gefühl auf, die Schlesier zieht es zu den Rheinländern und die Rheinländer zu den Schlesiern.'
Viele Höhen und Tiefen hätten die 'Bergklänge' durchgemacht, sagte der 1. Vorsitzende Herbert Schwipper. Politische Wirren wurden gemeistert, Neuanfänge geschaffen und Erfolge erzielt. 'Der Musikzug Bergklänge hat in seiner Aufgabenstellung nie einen Zweifel daran gelassen, daß er zum Wohle der Bürger im Siebengebirge und besonders im Ort Heisterbacherrott zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben beitragen will.'
Wolfgang Krämer vom Bürgerfestausschuß betonte in seinem Glückwunsch zum Jubiläum: 'Der Verein hat in den 70 Jahren seines Bestehens einen hohen Anteil daran, daß das Vereinsleben in Heisterbacherrott intakt ist. Sicher war es in all diesen Jahren für die Vereinsführung nicht immer einfach, den Musikerinnen und Musikern die nötige Motivation zu vermitteln, ist doch das Engagement für die Musik und für den Verein lebensnotwendig. Dies ist in den vergangenen Jahren aber immer wieder mit großem Erfolg gelungen. Seit seiner Gründung vor nunmehr 70 Jahren hat der Verein stets eine hervorragende Position in Heisterbacherrott. Dies wurde einer breiten Öffentlichkeit durch viele Auftritte und in jüngster Zeit sogar durch Theateraufführungen bewußt.'
Der stellvertretende Bürgermeister Gerd Klant sagte in seiner Glückwunschrede, daß ohne die klangvollen Darbietungen des Musikzuges die sieben Jahrzehnte das Leben sowohl in der einst selbständigen Gemeinde wie auch in der neuen Stadt Königswinter viel ärmer geblieben wäre. Die Bevölkerung von Heisterbacherrott könne auf ihre Musikanten stolz sein. Stolz sei die Stadt aber auch darauf, daß die neun Gründer in der schweren Zeit des Jahres 1923 den Mut hatten, Musik zu machen. Inzwischen sei die Gemeinschaft auf 100 Mitglieder angewachsen und habe den Namen der Stadt Königswinter weithin bekanntgemacht, auch in den Partnerstädten Cleethorpes und Cognac. Klant: 'Auch die Bevölkerung von Heisterbacherrott kann auf das Corps stolz sein, denn die Musik bleibt nur dann lebendig, wenn sie gepflegt und von den Menschen lebendig gestaltet wird. Dies besonders zu einer Zeit, da sich viele damit begnügen, am kulturellen Leben nur noch als Zuschauer oder Zuhörer teilzunehmen.'
Nach einem Rückblick auf die Geschichte der vergangenen 70 Jahre durch Wolfgang Krämer überbrachte dieser zusammen mit den Heisterbacherrotter Vereinsvorständen die Glückwünsche des Bürgerfestausschusses. Der Gratulation schlossen sich die benachbarten Musikcorps an, ferner die Vertreter der Parteien und auch Pfarrer Burkhard Leh von der evangelischen und Volker Roth für die katholische Gemeinde. Pfarrer Leh hatte eine Bitte an die Musikanten: Die 'Bergklänge' sollten doch vor dem Aussiedlerheim ein Willkommensständchen spielen und dabei Geschenke der Kirchengemeinde überreichen.
Während des musikalisch umrahmten Festaktes standen auch Ehrungen auf dem Programm: Für 40jährige Mitgliedschaft Matthias Münz, Hans Weber, Willi Hochappel und Rolf Ringen, für 30 Jahre Franz Pietsch, Siegfried Limbach, Werner Sains und Hans-Peter Radermacher und für 20 Jahre Treue Josef Kill und Eckhardt Rudorf. Neue Ehrenmitglieder wurden: Willi Hochappel, Matthias Krämer und Jochen Pflugradt. Der Kommers schloß mit dem Großen Zapfenstreich."
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