Aufnahme: 1991
40 Jahre Wasserbeschaffungsverband
"40 Jahre alt wird in diesem Jahr der Wasserbeschaffungsverband Thomasberg. Um den Geburtstag zu feiern, lud der Verband viele Ehrengäste aus Politik und der Behörden sowie den befreundeten Vereinigungen zu einer Feierstunde in das Haus Schlesien ein. Dort konnte der Vorsteher Heinz Lindlar nicht nur die vielen Gäste willkommen heißen, sondern er gab auch einen kurzen Rückblick auf die 40 Jahre Wasserbeschaffungsverband.
Der Verband hatte aber auch einen Vater, sagte Lindlar scherzhaft. Denn der war die Wassergenossenschaft Kuxenberg. Dieser wurde geplant im Jahre 1907 und 1911 gegründet. Die in diesen vier Jahren vorgenommenen Planungen wurden auch weitgehend in die Tat umgesetzt. Diese Genossenschaft versorgte rund 120 Abnehmer zwischen Kuxenberg und Rauschendorf (121 Wohnhäuser mit 851 Einwohnern). Der heutige Wasserbeschaffungsverband Thomasberg zählt immerhin 8000 Abnehmer und versorgt etwa 21000 Einwohner in Königswinter sowie ein Teil der Städte Hennef und Bonn. Heinz Lindlar betonte, daß alle eingeladenen Gäste den Wasserbeschaffungsverband vom Kind zum Erwachsenen gemacht haben. Er danke für die stetige Unterstützung und sprach die Hoffnung aus, daß sie den Verband auch weiterhin unterstützen werden.
In ehrenden Worten gedachte Lindlar dann des ersten Vorstehers Georg Aretz, der den Verband von 1951 bis zu seinem Tode 1975 mit Erfolg führte. Lindlar trat die Nachfolge an und wirkt nunmehr 16 Jahre zusammen mit dem Ingenieur Gerd Schüßler.
Voller Stolz verkündete Lindlar, daß zwar kurz nach seiner Amtsübernahme der Wasserpreis erhöht worden sei. Seit dieser Zeit konnte aber der Preis von 1,30 DM/cbm kostendeckend gehalten werden.
Mit ehrenden Worten erwähnte Lindlar, daß Johann Hoitz das einzige noch lebende Gründungsmitglied sei. Älter jedoch als er ist Peter Wasserheß, der mit seinen 91 Jahren noch Mitglied ist, jedoch nach der Gründung erst beitrat.
Den Reigen der zahlreichen Gratulanten eröffnete Bürgermeister Herbert Krämer. Er dankte dem Verband, der stets gespart habe und auch weiter dafür sorgen werde, daß die Bevölkerung genügend einwandfreies und kostengünstiges Wasser hat. Mit dem Wasser sei der Verband eine Perle für die Bürgerschaft. Jeder Mensch verbrauche 160 Liter pro Tag, das sei mehr als eine Badewanne voll."
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