Aufnahme: 1991
Vogelstimmenkonzert auf Flöten
st. Die 41. Stunde der Kirchenmusik der evangelischen Emmaus-Kirche zu Heisterbacherrott stand in Anbetracht des kommenden Frühlings bei strahlendem Sonnenschein, der durch die Fenster in das Innere des Kirchenschiffes eindrang, unter dem Motto „Die beste Zeit im Jahr ist Main. Da singen alle Vögelein, Himmel und Erde ist der voll viel gut Gesang der lautet wohl.“ Diesen Text hatte bereits Melchior Vulpius Ende des 10. Jahrhunderts vertont. Zunächst spielte ein Flötenensemble diese Frühlingsweise und dann sang die gesamte Gemeinde mit. Der Text stammt übrigens von Martin Luther aus denn Jahre 1538.
Ausführende dieses gut besuchten Konzertnachmittages waren Dagmar Gosling an der Orgel und das Ensemble „La Fontegara". Das Ensemble spielt Vogelstimmen in Kompositionen aus verschiedenen Jahrhunderten. „La Fontegara“ ist der Name einer Schule des „Kunstvollen Flötenspiels“, die 1535 von Sylvestro Ganassi in Venedig eröffnet wurde. Aufgeführt wurden Werke von Komponisten aus der Zeit von 1560 bis heute. Zu Beginn des genußreichen Nachmittages gelangten Vogelimitationen für zwei Altblockflöten von William Williams zur Aufführung. In die Weihnachtszeit zurückversetzt fühlten sich die Besucher bei der „Nachtigall in der Heiligen Nacht“, einem Werk von Thomas Bateson für vierstimmiges Blockflötenensemble. Nach einer weiteren Nachtigallenmelodie gelangte ein Orgelwerk von Händel zur Aufführung: „Der Kuckuck und die Nachtigall“. Hans Poser komponierte im 20 Jahrhundert die Kleine Suite „Die beste Zeit im Jahr“. Viel Beifall gab es für den „Nachruf auf eine Amsel“ die sich mit Kirschen vollgefressen hatte und daran starb. Dieses Werk für verschiedene Flötenstimmen komponierte 1974 Cesar Bresgen. Das Blockflötenensemble begeisterte dann mit einer Melodie aus dem 16. Jahrhundert „Da lachen die Hühner“. Die Hühner und der Kuckuck hörte man dann aus der „Ornithologischen Suite" von Ferd. Bruckmann heraus, gespielt von zwei Sopran- und zwei Altflöten. Das Konzert endete mit einem Duett für zwei Altflöten von Georg Philipp Telemann.
Durch das Konzert führte Helga Schüßler. Dem Ensemble gehören neben Helga Schüßler an: Jutta Lambeck, Katharina Herrmann, Judith Greiffendorf, Monika Herles, Andrea Schiefer, Sandra Lentz, Lucia Lenzen, Manuela Borchert und Mathias Konietzny.
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