Aufnahme: 1991

Heinrich und Irmgard lernten sich beim Tanzen kennen

"Heinrich Kurenbach und Irmgard geb. Wähaus können sich noch gut an einen schönen Samstagabend im Jahre 1939 erinnern. Da lernten sich die beiden in einem Bremerhavener Tanzlokal kennen. Heinrich Kurenbach besuchte die Marineschule in Bremerhaven und seine heutige Frau stammt aus dieser Stadt. Mit mehreren Freundinnen ging Irmgard Wähaus zum Tanzen. Heinrich sah die vier jungen Damen an einem Tisch sitzen. Drei Damen wurden zum Tanz aufgefordert, doch die schöne Irmgard blieb sitzen. Da hatte der junge Heinrich Mitleid und holte auch sie zum Tanz. Und: Der Tanz führte Heinrich und Irmgard zum Traualtar, während die anderen Männer ihre Tanzpartnerinnen wieder aus den Augen verloren.

Am Freitag, 1. März, feiert das Paar, wohnhaft in der Thomasberger Straße 'Zum kleinen Ölberg' 11, die Goldhochzeit.

Heinrich Kurenbach wurde am 10. Januar 1917 in dem Haus geboren, in dem das Paar heute wohnt und dies seit 43 Jahren. 1931 begann Heinrich Kurenbach eine Lehre als Elektroinstallateur. Damals dauerte die Lehrzeit in diesem Beruf noch vier Jahre. Und das ohne jeden Pfennig Geld. 1935 gab es für Heinrich Kurenbach in seinem erlernten Beruf keine Arbeit mehr. So meldete er sich als Berufssoldat bei der Marine.

Nach Kriegsende konnte er dann wieder in seinem Beruf bei der AEG in Bremerhaven arbeiten. 1946 zog das Paar dann nach Thomasberg, wo sie dann das durch den Krieg schwer beschädigte Elternhaus wieder aufbauten. Zugleich erhielt Heinrich Kurenbach eine Anstellung als Elektriker bei der Königswinterer Firma ZERA. 'Es herrschte ein gutes Arbeitsklima', berichtete der Goldhochzeiter. 1979 ließ er sich mit 62 Jahren pensionieren.

Als junger Mann spielte er im TuS Thomasberg Handball. In diesem Verein bekleidete er viele Jahre Vorstandsämter, wie Jugendleiter und zweiter Vorsitzender. Seit 25 Jahren ist er Ehrenmitglied des heutigen TuS Thomasberg-Ittenbach. Noch aktives Mitglied ist der Goldjubilar im Verschönerungsverein für das Siebengebirge. Wandern und Gartenarbeit waren seine Hobbys. Doch nach zwei Herzinfarkten sind lange Wanderungen und auch die Gartenarbeit nicht mehr möglich.

Die Goldhochzeiterin erblickte am 25. August 1919 in Bremerhaven das Licht der Welt. Nach ihrer Schulzeit wirkte sie sechs Jahre bis zur Hochzeit als Verkäuferin in einem Lebensmittelgeschäft. Jahrzehntelang arbeitete sie für die evangelische Gemeinde. Ihre Hobbys waren Handarbeit und auch Wandern. Noch heute geht sie seit 13 Jahren wöchentlich einmal zur Gymnastik, einem Kurs der Volkshochschule.

Der Ehe entstammt ein Sohn. Zur Goldhochzeit werden auch zwei Enkel und zwei Urenkel gratulieren.

Gefeiert wird am Hochzeitstag mit einem oekumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Joseph. Das Haus des Jubelpaares wurde von der Nachbarschaft geschmückt."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 9 vom 28. Februar 1991
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper
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