Aufnahme: 1991

Thomasbergerin in Cognacer Hotel tätig

"Ursula Hiltafsky aus Thomasberg ist eine ausgebildete Hotelfachfrau. Schon immer war es ihr Wunsch, in einem ausländischen Hotel Dienst zu tun, um dort die Verhältnisse kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu erweitern. Doch alle ihre Bemühungen blieben zunächst erfolglos. Da kam ihr die Idee, sich einmal an die Stadt Königswinter zu wenden und um eine Vermittlung in einem Hotel der Partnerstadt Cognac zu bitten. Und siehe da, die Stadt half.

Gleich zwei Hotels erklärten sich bereit, die deutsche Fachfrau anzunehmen. Eine Wirkungsstätte fand die junge Thomasbergerin dann in dem renommierten Hotel 'L'Echassier'. Dort verlebte sie von April bis Juni eine schöne, erlebnisreiche, aber auch anstrengende Zeit. Das Viersterne-Hotel mit 45 Betten und einem Swimming-Pool ist ständig ausgebucht und so oblag Ursula Hiltafsky, wie sie in einem Gespräch mit unserem Mitarbeiter erzählte, der Etagenservice, die Rezeption, Büroarbeiten und die Gästebetreuung.

Die ersten zwei Aprilwochen waren witterungsmäßig nicht gerade schön, doch dann schien unentwegt die Sonne. Erfrischung suchte sie in ihrer Freizeit im hoteleigenen Schwimmbad. Ursula Hiltafsky: 'Es hat mir sehr gut gefallen, die Landschaft ist einmalig, die Leute alle so nett und es geht nicht so hektisch zu wie bei uns in Deutschland. Die gut drei Monate waren für mich sehr lehrreich und ich habe viele Erfahrungen sammeln können. Gerne möchte ich noch einmal zum Arbeiten nach Cognac.' Eine Woche Urlaub hat sie inzwischen schon wieder dort verbracht.

Natürlich hat sie während ihrer Cognacer Zeit auch das gleichnamige Getränk probiert, das aber nicht unbedingt ihrem Geschmack entspricht. Jede Woche hatte sie während ihres 3 l/2monatigen Praktikums zwei Tage frei. Diese nutzte sie zum Besuch von Kirchen, Museen und auch der Atlantikküste. Die Kontakte mit der Hoteliersfamilie und auch mit anderen gewonnenen Freunden sollen brieflich weiter gepflegt werden. Nun sucht Ursula Hiltafsky eine neue Stelle in einem Hotel. Sie hat dabei einen Wunsch: Es möge eines in der Schweiz sein."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 39 vom 26. September 1991
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper
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