Aufnahme: 1991
Kommunalpolitiker erhielten Ehrenringe
"Über 20 Jahre im Rat der Stadt Königswinter sind bzw. waren Felix Bäßgen sen., Karl-Heinz Görres, Hans Remig, Karl-Heinz Seger und der jetzige Beigeordnete und Kämmerer Herbert Losem. In einer Feierstunde im Haus Bachem ehrte Bürgermeister Herbert Krämer die verdienstvollen Kommunalpolitiker mit dem Ehrenring der Stadt. Alle hätten sich auf ihren Plätzen und Posten um das Wohl der Stadt hervorragende Verdienste erworben, erklärte Krämer in seiner Laudatio. Pflicht eines jeden sei es, so Krämer, die Freiheit der Demokratie gegen Gleichgültigkeit und Gegnerschaft zu verteidigen. Das lasse sich zuerst innerhalb der kommunalen Selbstverwaltung verwirklichen, die ein wesentliches Fundament des demokratischen Rechtsstaates sei.
'Die fünf Mitbürger haben in diesem Sinne gearbeitet und sie gehören zu den Männern der ersten Stunde der im Jahre 1969 gegründeten größeren Stadt Königswinter', so Krämer weiter. Es sei nicht selbstverständlich, daß sich jemand neben dem Beruf, der Familie und dem Freundeskreis verpflichtet fühle, sich auch noch für die Stadt und das Allgemeinwohl einzusetzen. Krämer: 'Wer 20 Jahre im Stadtrat mitgearbeitet hat, dem muß diese Aufgabe auch Freude bereitet haben und er hatte sicherlich auch Erfolgserlebnisse, denn ohne Bestätigung seiner Arbeit und ohne Spaß und Freude würde ja niemand 20 Jahre eine solche Tätigkeit durchhalten.'
Nach der kommunalen Neuordnung arbeitete Felix Bäßgen in hervorragender Weise für den Aufbau und das Wohl der neuen Stadt. Er stellte sich den Problemen und Schwierigkeiten, die die Bildung der neuen Stadt Königswinter zunächst mit sich brachten. Vom Vertrauen seiner Ratskollegen getragen, wurde er in zahlreiche Ausschüsse berufen. Auf dem Verkehrssektor ist es ihm mit zu verdanken, daß durch die Herstellung und den Ausbau von Rad- und Gehwegen die Sicherheit im Straßenverkehr in der Stadt Königswinter gesteigert werden konnte. Er setzte sich besonders für den verkehrsgerechten Ausbau des Straßen- und Wegenetzes, vor allem der Wirtschaftswege sowie der Wasser- und Stromversorgung ein.
Während seiner 20jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit widmete sich Karl-Heinz Görres in besonderem Maße der städtebaulichen Entwicklung von Königswinter. Auch er gehört zahlreichen Ausschüssen an. Zudem vertrat Görres die Stadt eine Zeitlang im Kuratorium Krankenhaus Königswinter. Karl-Heinz Görres war mit großem Sachverstand Vorsitzender des Planungs- und Umweltschutzausschusses. Besonders zu erwähnen ist, daß Görres in den erforderlichen Beratungen im Bauausschuß stets seine beruflichen Erfahrungen als Architekt und Ingenieur eingesetzt hat. Millionen hat die Stadt durch seinen Rat eingespart. Als Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses arbeitete Görres bei der Lösung der vielfältigen Verkehrsprobleme mit. Er gab wichtige Impulse bei Fragen der Verkehrssicherheit, Verkehrsberuhigung in Ortsstraßen und für die Verbesserung der Bedingungen beim Individual- und öffentlichen Verkehr. Für die Anlegung des Busbahnhofes in Ittenbach hat Görres sich in besonderem Maße eingesetzt. Auch auf dem Bausektor konnten durch seine maßgebliche Mitwirkung zahlreiche wichtige Hoch- und Tiefbauvorhaben verwirklicht werden.
Im November 1969 zog Herbert Losem in den Rat der neuen Stadt Königswinter ein. Er stellte sich damit bereits mit 26 Jahren den vielfältigen Problemen der neu gebildeten Stadt. In der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 15. Oktober 1984 wurde Losem zum ersten stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Die Förderung des Sports war für Herbert Losem immer ein besonderes Anliegen. Während seiner jahrzehntelangen Zugehörigkeit zum Sportausschuß hat er sich insbesondere für die Anlegung von Sportstätten eingesetzt, so u. a. für den Bau der Sportanlage Oberpleis und für die ordnungsgemäße Ausstattung der Umkleideräume in den Turnhallen. Sein Einsatz galt auch der heimatlichen Kulturpflege. So wurden aufgrund seiner Bemühungen auch die ortsansässigen Vereine mit in die Gestaltung des städtischen Kulturprogrammes aufgenommen. Von 1970 bis 1975 übte Losem das Amt des Fraktionsgeschäftsführers seiner Partei aus. Von 1975 bis 1984 war er Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Losem ist am 31. Januar 1990 aus dem Rat ausgeschieden und trat einen Tag später das Amt des Beigeordneten und des Stadtkämmerers an.
Hans Remig hat sich in seiner nunmehr 20jährigen Zugehörigkeit zum Rat der Stadt ein hohes Maß an Bürgernähe bewahrt. Seit 1979 ist er im Sportausschuß Vorsitzender. So ist auf seine Initiative hin der Bau des Sportplatzes mit Umkleidegebäude in Stieldorf durchgeführt worden. Ebenfalls hat er sich für den Bau einer Turnhalle an der Gemeinschaftsgrundschule Stieldorf eingesetzt. Remig gilt auch als Initiator der Sportabzeichen-Aktion in der Stadt und stiftete für diesen Zweck einen Pokal. Aber auch der soziale Bereich hat für ihn einen hohen Stellenwert. So widmet er sich gemeinsam mit seiner Frau der 'Offenen Tür' für ältere Mitbürger des Stieldorfer Raumes, die er vorbildlich leitet. Als Sprecher der Bürgervereine setzt er seine ganze Kraft gegen den Bau der Schnellstrecke der Bundesbahn durch das Siebengebirge ein. Zudem sorgte er für den Ausbau des Stieldorfer Friedhofes."
Karl-Heinz Seger hat während seiner kommunalpolitischen Tätigkeit maßgeblich zum Ausbau der Infrastruktur der Stadt beigetragen. Bereits vor der kommunalen Neugliederung in den Jahren von 1964 bis 1969 war Seger im Bauausschuß der damaligen Gemeinde Oberpleis. Im November 1969 stellte er sich in den Dienst der neuen Stadt Königswinter. Seger hat sich besonders für den ordnungsgemäßen Ausbau der Straßen, Wege und Plätze sowie einer zeitgemäßen Straßenbeleuchtung eingesetzt. Im Bereich der Daseinsvorsorge war es sein Bestreben, für eine ausreichende, moderne und zukunftssichere Wasserversorgung einzutreten. Seit der Kommunalwahl 1984 ist Seger Fraktionsvorsitzender seiner Partei, nachdem er ab 1974 stellvertretender Vorsitzender war.
Alle Geehrten wirkten bzw. wirken in zahlreichen Ausschüssen mit und sind bereits Träger des Bundesverdienstkreuzes. Franz Riscop gratulierte namens der CDU und überreichte den CDU-Ehrenringträgern das neueste Buch über den Petersberg und eine Petersbergplakette. Dr. Renate Heck sprach die Glückwünsche der SPD aus und brachte Weinpräsente für die Ehrenringträger ihrer Partei mit. Ilse Kehren (FDP) bedauerte, daß sich unter den Geehrten keine Frau befindet. Sie überreichte allen einen Gutschein für ein Buch ihrer Wahl. Karl-Heinz Görres sprach namens der Geehrten Dankesworte und erläuterte den Sinn eines Ringes: 'In der Ehe Treue zur Frau und zur Familie, in der Stadt Treue zur Heimat.'"
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.