Aufnahme: 1989
Familie Weber holte Preise im Rennsport
"Peter Weber aus Thomasberg ist stolz auf seine drei Kinder, besonders auf das jüngste Zwillingspaar Renate und Wolfgang Weber. Sie alle folgen ihrem motorsportfreudigen Vater. Vater Peter Weber hat zwar das Metzgerhandwerk erlernt, beschäftigt sich aber schon seit der Kriegszeit mit Autos, Automotoren sowie Leichtfahrzeugen.
Peter Weber war in den Jahren 1951 bis 1964 Meister auf fast allen Rennstrecken in der Bundesrepublik als Motorradfahrer auf NSU 250 und NSU 350. Peter Weber raste sowohl über den Nürburgring als auch über den Hockenheim-Rundkurs. Es reichte immer zu Pokalen, wenn auch nur für Plazierungen. Eine beliebte Strecke war für ihn auch das Bayernkreuz in Leverkusen.
Des Vaters Rennleidenschaft fand beim ältesten Sohn Hans-Jürgen, heute 40 Jahre alt, Nachahmung: 1969 fuhr der gelernte Maschinenschlosser sein erstes Rennen mit einem Wagen, den der Vater gebaut hatte. Doch er fuhr nur zehn Jahre, holte auch Preise, mehrmals auch erste Plazierungen. Seine größten Erfolge lagen auf Bergstrecken. Neben Rennen in der Bundesrepublik sah man den jugendlichen Rennfahrer aus dem Siebengebirge auch bei Motor-Rennsportveranstaltungen in Luxemburg und Belgien. Jetzt ist er beim Bundeskriminalamt beschäftigt und hat wenig Zeit für die Ausübung seines einst so geliebten Rennsports.
Die jüngeren Kinder, die Zwillinge Wolfgang und Renate, heute beide 24jährig, begannen ihr rennsportliches Hobby auf Mini-Cars und fahren heute Formel-V-Wagen. Die ersten der Mini-Cars baute der Vater selbst in seiner eigenen Werkstatt. Dies aber immer nach den neuesten technischen Erkenntnissen, um den Kindern im Wettkampf zum Sieg zu verhelfen.
Inzwischen schmücken alleine über 160 (!) Siegespokale und Ehrenbecher die Schränke, Wände und auch die Schubladen der Wohnung 'Am Kleinen Ölberg'. Wolfgang und Schwesterchen Renate starteten auch oft zusammen, so auch einmal um Mini-Car-Meisterehren am Teufelsberg in Berlin.
Peter Weber baute über ein halbes Dutzend Mini-Cars mit allen Raffinessen. Für die Minicar-Rennen wurde am Ölberg eine Übungsstrecke eingerichtet. Und immer wieder schaffte Peter Weber Verbesserungen an Motoren und Materialien.
Wolfgang Webers Stärken sind Slalom- und Bergrennen. Erste Plätze erreichte der erfolgreiche Rennfahrer aus Thomasberg vor allem in Kaisersesch.
Der neueste Formel-Wagen schafft 230 Kilometer. Natürlich, so erzählten uns Peter und Wolfgang Weber, gab es auch Bauchlandungen. Doch immer blieb es Gott sei Dank bei Materialschaden.
Kürzlich stand wieder ein Rennen auf dem Hockenheimring an. Fleißig wurde trainiert. Das stundenlange Training hat sich gelohnt. Denn Wolfgang Weber belegte trotz eines kurzen Ausfalls durch einen Unfall unter 34 Startern in seiner Klasse den ersten Platz. Freude in Thomasberg. Vater Peter beseitigte schnell den Unfallschaden und Sohn Wolfgang konnte wieder starten. So war der Vater der 'Rettende Engel'. Aber auch Mutter Gertrud ist immer mit von der Partie. Sie bereitet im 'Rollenden Hotel', einem Wohnmobil, das tägliche Essen.
Wolfgang Weber ist Mitglied im Bonn-Beueler Formel-V-Club, dessen 2. Vorsitzender Wilfried Floren ist, der ebenfalls das jüngste Rennen förderte. Und nun: Es wird weiter trainiert für das nächste rennsportliche Ereignis."
Foto unten: Peter Weber und sein Sohn Wolfgang
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.