Aufnahme: 1989
"Ehepaar Krämer närrisches Herrcherpaar"
So schrieb damals die Siebengebirgs-Zeitung:
gst. Das Ehepaar Wolfgang und Ruth Krämer wird bis zum Aschermittwoch das närrische Heisterbacherrott und Thomasberg durch die hochschlagenden Wellen des heimischen Karnevals als Wolfgang II. und Ruth I. begleiten. Mit diesem Paar, das im Rahmen einer Prunksitzung in der Gaststätte „Zum Siebengebirge“durch Vizebürgermeister Herbert Losem proklamiert wurde. regiert ein echtes rheinisches, stets frohgelauntes Paar, denn Ruth I. erblickte am Rosenmontag im Kriegsjahr 1944, als nicht Karnval gefeiert wurde, das Licht der Welt. Und ihr Geburtstag 1988 fiel wieder auf einen Rosenmontag. Da reifte bei Wolfgang und Ruth der Entschluß „im nächsten Jahr werden wir Prinzenpaar“.
Prinz Wolfgang wurde vor 45 Jahren geboren. Er ist heute Postbeamter in Köln. Wie Herbert Losem in seiner Proklamationsrede betonte, beabsichtige Postminister Schwarz-Schilling zu Ehren seines prinzlichen Mitarbeiters eine Sonderbriefmarke herauszugeben. Doch Wolfgang II. könne sich mit diesem Gedanken noch nicht befreunden. Er wolle sich nicht von jedem hinten belecken las¬sen.
Der allseits bekannte und vielzufrüh verstorbene Präsident Erich Krebs war ein Onkel des heutigen Prinzen. Kein Wunder, daß sich im prinzlichen Gefolge zwei Töchter von Erich Krebs befinden: Sigried mit Norbert Krebs sowie Ursula mit Bernd Grewe. Seit vielen Jahren ist das Ehepaar Krämer im Rosenmontagszug stets aktiv dabei. Ruth I. ist stolz, eine echte „Hesprodderin" zu sein. Heute wohnt das 39. Prinzen¬paar im „Siefen de la Kott“.. Wolf¬gang und Ruth geh. Pütz kennen sich schon seit der Sandkastenzeit.
Vor der Proklamation wurde durch den Vorsitzenden des Bürgerfestausschusses, Hans-Willi Gathen, das vorjährige Prinzenpaar Winfried I. und Hiltrud I. mit herzlichen Worten verabschiedet.
Im Rahmen der anschließenden Prunksitzung sprachen die befreundeten Vereine dem neuen Prinzenpaar ihre Glückwünsche aus und überreichten kleine Angebinde. Die Siebengebirgsperlen erfreuten Wolfgang und Ruth mit einem Gardetanz. Den Reigen der humoristischen Darbietungen eröffneten die Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft. Gerd und Wilmar Milbert begeisterten mit einem Zwiegespräch, Wahre Lachsalven löste die Büttrede von Änne Weiler als „Putzmamsell" aus. Köstlich auch das Rhein-Duo und anschließend in der Bütt „De doofe Dieter" (Schneider). Willi Armbröster zu Ehren erscholl mehrfach der Heisterbacherrotter Schlachtruf „Quietsch fidel“.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.