Kirmes mit Paiasbegräbnis beendet

Aufnahme: 1989

Kirmes mit Paiasbegräbnis beendet

st. Nun gehört auch die Heisterbacherrotter Kirmes der Vergangenheit an. Durch das nicht gerade freundliche Wetter am Samstag und Sonntag war der Besuch nur mäßig. Lediglich Montagabend war der Kirmesplatz besser besucht. Dies vielleicht auch dadurch, daß der Junggesellenverein „Frohsinn“ die Tradition des Paiasbegräbnisses fortführte.

Samstagnachmittag bastelten die Junggesellen den Paias im Hofe des Baumschulisten W. Radermacher. Nach dem Zug durch die Gemeinde wurde der Kirmeskerl am Maibaum aufgehangen, wo er bis Montagabend über das Geschehen auf dem Kirmesmarkt wachte. Dann wurde er vom Strick befreit und mit Klängen des Tambourcorps durch Heisterbacherrott in einem Leichenzug auf einem „Wagen“ zur Begräbnisstätte auf dem Kirmesplatz gefahren. Als „Pfarrer“ Christof Wybenga die Traueransprache hielt, brachen Junggesellen in ein Trauergebrüll aus, denn der Paias soll Schuld gewesen sein, daß nun die fröhlichen Tage in Heisterbacherrott vorbei sind und die Leute kein Geld mehr in der Taschen haben. Dafür wurde der Paias schließlich dem Flammentod überge¬ben. Das Begräbnis dauerte 2 l/2 Stunden.

Unterwegs und am Grab des Paias schwenkten die Fähnriche Klaus Dieckmann, Ralf Striebling, Ewald Langenfeld und Markus Radermacher die Fahnen. Und nach dem Zeremoniell des Begräbnisses wurde der Maibaum zu Gunsten des Junggesellenvereins amerikanisch versteigert. Ein Kinderkarussell, ein Autoskooter und einige Buden waren auf Parkplatz aufgebaut, doch meistens fuhr das Karussell nur schwach besetzt, während die Autos im Autoskooter leer standen

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28. 13.07.1989
Zur Verfügung gestellt von
- sowie Scannarbeiten Winfried Görres / Friedrich Müller
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Heisterbacherrott
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