Aufnahme: 1989
Über 25000 Protestunterschriften an Bundestagspräsidentin übergeben
"25183 Unterschriften gegen die geplante Schnellbahn durch das Siebengebirge überreichte der Sprecher der Initiative, Hans Remig, der Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth im Garten ihres Amtssitzes. 30 Vertreter rechtsrheinischer Bürgervereine und Bürgerinitiativen, des Wasserbeschaffungsverbandes Thomasberg und des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge waren bei der Übergabe vor dem Deutschen Bundestag dabei. Hans Remig erläuterte Rita Süßmuth die Argumente der Schnellbahngegner: 'Eine Trassenführung durch das Siebengebirge wäre das Ende des ältesten deutschen Naturschutzgebietes.' Der Nachwelt müsse die schöne Landschaft erhalten bleiben. Nicht die billigste und schnellste, sondern die den Menschen und der Umwelt am meisten entgegenkommende Variante solle verwirklicht werden. 'Wir hoffen sehr auf Ihre Unterstützung', fuhr Remig fort. Die Abgeordneten des Bundestages seien gut beraten, wenn sie dem Bürgerwillen entsprechen würden.
Die Bundestagspräsidentin antwortete, daß sie die Argumente der Schnellbahngegner prüfen lassen werde. Es sei schließlich das gute Recht des Bürgers, sich in dieser Weise zu engagieren.
Am Tage der Übergabe der Protestunterschriften richteten die Gruppierungen noch einmal Bittschreiben an Bundeskanzler Helmut Kohl, Umweltminister Klaus Töpfer, Verkehrsminister Zimmermann und Finanzminister Theodor Waigl. In den Briefen zählen die Initiativen auf, was die Schnellbahn, würde sie so gebaut wie jetzt geplant, alles zerstören würde.
Hans Remig verband mit der Übergabe des bunt verschnürten Unterschriftenpaketes die Forderung, daß die vom Deutschen Bundestag mit Gesetzeskraft für verbindlich erklärte Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung vor jeder Entscheidung, die eine Streckenführung durch das Naturschutzgebiet Ennert und Siebengebirge zur Folge habe, durchgeführt wird. Unterschrieben hatten die Protesteingabe nicht nur Bürger aus Königswinter, sondern auch aus Bonn und Bad Honnef sowie aus anderen Teilen der Bundesrepublik und sogar aus dem Ausland."
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