Aufnahme: 1988
Faßanstich durch den Bürgermeister beim 20. Oktoberfest
"'Es ist zur Tradition geworden, das Thomasberger Oktoberfest, inzwischen ein Fest der Superlative. Der bayerische Oktober im Siebengebirge hat sich zu einem der großen Feste der Stadt Königswinter gemausert. Der Weg nach München erübrigt sich also. Die ,volle Maaß' gibts auch bei uns!' So Bürgermeister Günter Hank bei seiner jährlichen Pflichtkür, dem Faßanstich beim 20. Thomasberger Oktoberfest. Unterstützt wurde das Stadtoberhaupt dabei von seiner Cleethorper Kollegin Nuttall.
'Als ich vor 20 Jahren zum ersten Male das Thomasberger Faß anzapfte, dachte ich auch nicht daran, daß dieses Thomasberger Oktoberfest eine so erstaunliche Entwicklung erfahren würde. Und wenn sich dieses Fest nun schon 20 Jahre hält, muß es eine besondere Attraktion sein.' In seiner weiteren Rede dankte der Bürgermeister den Initiatoren der Veranstaltung: Hans-Georg Gilka und seinem Nachfolger Helmut Melder sowie den vielen Helferinnen und Helfern. Hank wünschte dann, daß auch in diesem Jahr wieder 'Bayerische Gaudi' und 'Rheinische Fröhlichkeit' das Fest zu einem vollen Erfolg werden lasse. Zur musikalischen Unterhaltung spielten die 'Rheinlandfanfaren' aus Hersel und die Birkenwaldmusikanten auf.
Elf Jahre alt wurde ein Strücher Tanzcorps. Es bereicherte das Festgeschehen mit einem Holzhackertanz. Willi Lang hatte sich ein Dirndlkleid angezogen und eifrig wurde in Sepplhosen ein Baumstamm zersägt, zur Gaudi der Besucher.
Helmut Melder, Vorsitzender des Bürgerfestausschusses als Veranstalter des Oktoberfestes, schenkte der englischen Bürgermeisterin einen Bierkrug. Frau Nuttall revanchierte sich mit einem Weinglas. Alle Damen erhielten beim Betreten des Zeltes einen Berliner; in zehn von ihnen war eine Bohne eingebacken. Wer einen solchen Berliner hatte, durfte sich an einem Quiz beteiligen. Dabei wurden drei Fragen gestellt: Wie groß ist der Bauchumfang von Karl Füllenbach, wie hoch ist der Ölberg und wieviele Vereine sind im Bürgerfestausschuß zusammengeschlossen.
Zum 20jährigen Jubiläum erhielt der Bürgerfestausschuß finanzielle und flüssige Geschenke. Zu den Gästen im blumengeschmückten Zelt gehörten auch Landrat Dr. Franz Möller und viele Kommunalpolitiker. Eine Wein- und Hüttenbar mit Oktoberfestgetränken war ständiger Anziehungspunkt. Um das Zelt herum war eine kleine Budenstadt aufgebaut. Das Fest wurde am Freitagabend mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal eröffnet und endete am Sonntag mit einem Frühschoppen."
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