Aufnahme: 2006
Dat Spell vom Jedermann in der Chorruine Heisterbach
Neu: Mit Computerrekonstruktion über Klosteranlage Heisterbach
Zum Inhalt:
„Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ ist der Untertitel bei Hugo von Hofmannsthal. Dies trifft natürlich auch den Kern dieser völlig eigenständigen rheinischen Version von Richard Griesbach, die keine bloße Übersetzung ist.
Jedermann ist ein reicher Lebemann, der das Leben in vollen Zügen genießt und alles auskostet, was er für sein vieles Geld bekommen kann. Er richtet rauschende Feste aus, bei denen ihn vermeintliche Freunde und die dazu gehörigen Damen hofieren und ihm das Gefühl vermitteln, der Größte zu sein. Er fühlt sich so groß, dass er selbst Gott verlacht. Die Gefühle seiner Mitmenschen tritt er mit Füßen, egal ob es eine von ihm geschwängerte Hausangestellte und deren Familie betrifft oder auch seine eigene Frau und seine Mutter. Einzig seine Geliebte, die Joldmösch, bildet eine Ausnahme.
Sein ausschweifendes Leben geht allerdings nicht spurlos an ihm vorüber. Er bricht körperlich zusammen. Es erscheint ihm der Tod mit dem Hinweis, dass er ihn noch am selben Tag mitnehmen werde. Dies nimmt Jedermann zunächst nicht ernst und erklärt, was er noch alles zu erledigen habe. Doch die Signale sind eindeutig: Seine Freunde verlassen ihn endgültig, Erbschleicher tauchen auf, niemand ist bereit, ihm seinen Weg abzunehmen oder ihn darauf zu begleiten.
In ihm wächst die Erkenntnis, dass sein Leben falsch gelaufen ist. Er wendet sich in dieser Erkenntnis vom Schlechten ab, so dass sich der Teufel letztlich im Kampf um seine Seele geschlagen geben muss. Er stirbt beruhigt in der Gewissheit, Gottes Gnade doch noch gefunden zu haben.
Rollenbesetzung:
Jedermann: Hans-Theo Handrick
Hannes: Alex Blesgen
Pitter: Rüdiger Dahs
Thünn: Franz Müller
Spiegel: Wolfgang Müller
Kind: Eva Müller
Tod: Theo Schäfer
Teufel: Bernd Gräf
Frau des Jedermann: Angelika Reuter
Knecht: Erich Steffes
Mutter des Jedermann: Paula Rönz
1. Magd: Magdalene Kill
2. Magd: Elisabeth Wijbenga
Goldmösch: Silke Pock
Adelheid: Steffi Dahl
Drück: Julia Leven
Cilly: Sandra Müller
Priester/Mönch: Roland Müller
Plünn: Elisabeth Kaste
Züff: Bärbel Leven
3 Gruppen von Männern und Frauen:
Ulrike Pilz, Irma Lob, Wolfgang Heisterbach, Barbara Hubertz, Ludwig Müller,
Inge Becker, Heinz Wijbenga, Renate Rönz und Jelena Rönz
Stoffel: H. Ulrich Hochgeschurz
Lutz: Peter Wienczek
Gewissen: Margret Leischner
Sünde: Klaudia Müller
Kindheit: Maria Damm
Jugend: Christa Sülzen
Schönheit: Thea Wienczek
Kraft: Heinz Wijbenga
Sinne und Verstand: Dorothee Jürgens
Reue: Nicole Caspers
Vorsatz: Steffi Dahl
Prolog: Karl-Willi Weck
Souffleuse: Steffi Seewald
Maske: Isabell Prinz
Regie: Friedrich Müller
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