Abgebildete Personen
Aufnahme: 2004
Prinz Bernd II. und Prinzessin Annette I.
Hier durch Vergrößerung des Bildes zum Tonkurzfilm Prinz Bernd II. und Prinzessin Annette I.
st. Selbst kaum noch einen Stehplatz konnte man erwischen im Saale der Strücher Karnevalsgesellschaft in Thomasberg bei der Prinzenproklamation des gemeinsamen Prinzenpaares von Heisterbacherott und Thomasberg. Selbst die Fotografen hatten es schwer ein geeignetes Bild vom künftigen Tollitätenpaar bei dem Gedränge zu machen. Und die Stimmung konnte nicht besser sein, denn, so sagte es auch Bürgermeister Peter Wirtz bei der Proklamation, er habe noch nie ein Prinzenpaar vor der Proklamation auf den Tischen tanzen gesehen. Der Sitzungspräsident Wolfgang Bellinghausen verabschiedete nach den Begrüßungsworten das scheidende Königspaar Klaus II. und Maria III. und dankte ihnen und ihrem Gefolge für die vergangene tolle Session. Nach den Worten von Wolfgang Bellinghausen und der Uberreichung der Blumen an die Prinzession tanzten das Jugendtanzcoprs der Siebengebirgsperlen und das Tambourcorps der Bergklänge spielte zu Ehren des scheidenden Prinzenpaares.
Zum grandiosen Einmarsch der neuen Tollitäten waren die freiwilligen Musiker aus Heisterbacherrott und die Siebengebirgsperlen angetreten. Sie begleiteten Prinz Bernd II. und Annette I. mit ihrem Gefolge durch den in rot und weiß geschmückten Saal auf die Bühne.
Sitzungspräsident Bellinghausen vom Bürgerfestausschuss Heisterbacherrott stellte den 42jährigen Polizeibeamten Bernd Jungblut und die Kauffrau Annette Jungblut (Inhaberin von A.nettes Modehaus) ihren närrischen Untertanen vor. Begleitet wird das Prinzenpaar von Caren und Franz Berres sowie von Helga und Günter Metzen, dem Prinzen¬paar von 2002. Die feierliche Proklamation nahm Bürgermeister Peter Wirtz vor.
Er nahm dem Exprinzen Klaus das „Ledderköppche" ab und bevor er es dem neuen Prinzen überreichte meinte er das „Ledderköppche" sei so nett, er wolle es mit in die Altstadt nehmen und zur Verschönerung der Altstadt in seinem Garten aufstellen. Das tat er dann doch nicht.
Der Vorsitzende des Bürgerfestausschusses Heisterbacherrott überreichte den Traditionsorden der Prinzen von Heisterbacherrott und Willi Weyler, der Vorsitzende der Strücher Karnevalsgesellschaft, übergab erstmalig den für die Prinzenpaare von Heisterbacherrott und Thomasberg neugeschaffenen Wappenorden, der als äußeres Zeichen der Thomas¬berger von Tollität zu Tollität weiter gereicht werden soll. Der Wappenorden zeigt den Ölberg, ein Hammer, einen Strauch und drei Basaltsäulen. Sodann erfolgte der traditionelle Ordenstausch unter den Tollitäten und dem Bürgermeister, der seinerseits dem Prinzenpaar auch seinen städtischen Orden umhängte. Einen Prinzenorden erhielt auch Niklas, Sohn des neuen Tollitätenpaares in seiner Ehrengarde-Uniform, die Opa Fritz extra geschneidert hatte. In den verschiedensten Reden erklangen auf witzige Art und Weise die längst begrabenen Streitigkeiten zwischen den Ledderköpp (Heisterbacherrott) und den Strüchern (Thomasberg) und durcheinander zum Zeichen der Freundschaft erklängen die beiden Schlachtrufe „Quietsch fidel" für Heisterbacherrott und „Strüch Alaaf ` für Thomasberg. Prinz Bernd hielt eine humorvolle Ansprache und betonte, dass trotz Arbeitslosigkeit das Brauchtum nicht untergehen darf.
Mit Stimmungsmusik der Ehrengarde startete dann ein karnevalistisches Programm, das mit Höhepunkten überzeugen konnte. Die „Shooting Stars" und die Siebengebirgsperlen begeisterten mit ihren Tänzen. Büttvorträge und Gesangsdarbietungen wechselten miteinander ab.
Bericht und unters Bild: Günther Steeg
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