Tambourcorps

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1924

Tambourcorps

Hier über  Vergrößerung des Bildes zum Kurzfilm Bergklänge 1. Teil

Aus den Anfängen der beiden Vereine "Turn und Spielverein" sowie "Tambourcorps Bergklänge".

Der gleiche Text ist bewusst für beide Vereine gewählt, denn nur durch das gegenseitige Auffangen in den Anfangsjahren war es möglich, dass beide Vereine diese Zeit überstanden haben. Am 25. Juni 1913 versammelten sich im Gasthaus Göbbels 20 junge Männer, um einen Turnverein zu gründen. 3 Tage später hatte der Turnverein "Eichhorn" schon eine Satzung. Aber bereits 1914 wurde nicht mehr geturnt.

Die meisten Aktiven waren nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges einberufen worden oder hatten sich freiwillig gemeldet. Als im Jahr 1919 die erste Versammlung abgehalten wurde, fehlten viele Mitglieder. Der Krieg hatte bittere Ernte gehalten. Nur langsam erholte sich der Verein. Im August 1919 wurde beschlossen, eine Vereinsfahne zum Preis von 1600 Mark anzuschaffen.

Nachdem in den Nachbarorten Tambourcorps und Musikvereine entstanden waren, wurde auch hier im Ort das Interesse geweckt und ein Tambourcorps gegründet. 1924 schlossen sich die noch aktiven Turner mit dem neu entstandenen Tambourcorps zusammen unter dem Namen "Tambour- u. Sport-Verein Bergklänge". Im gleichen Jahr entstand aus diesem Verein heraus auch eine Theatergruppe. In alten Unterlagen des heutigen Turn - und Spielvereins Siebengebirge ist zu lesen, dass in einer Mitgliederversammlung am 22. Januar 1925 die Sportlergruppe innerhalb dieses Vereins sich in Turnsportverein umbenannte. In einem Antrag an die Gemeinde vom 28. Januar 1926 zur Anlage eines Sportplatzes heißt es aber weiterhin „Der Tambour- und Sport-Verein Bergklänge“……….. Trotz dieser aufstrebenden Entwicklung wurde der Spielmannszug Ende der 20er Jahre ein Opfer der politischen Wirren.

Unter den Mitgliedern kam es zu Unstimmigkeiten über die gesetzten Ziele und Pläne, wodurch das Corps zerfiel. Mit dem Verkauf der Theaterbühne mussten die Restschulden für die Vereinsfahne abgetragen werden. Dagegen trat die Sportlergruppe mit ihrem Kraftsport immer mehr an die Öffentlichkeit. Hinzugekommen war mittlerweile auch das Handballspiel.

Anfang 1930 erfolgte die Umwandlung des Vereinsnamens in „Turn- und Spielverein Siebengebirge 1913". Erst 1937 ergriffen alte Mitglieder des Tambourcorps wieder die Initiative und bauten das Corps unter Obhut der Freiwilligen Feuerwehr neu auf.

Daten und Fakten:
Gründer:
Henseler, Heinrich
Henseler, Paul
Henseler, Peter
Müller, Jakob
Müller, Karl
Scheuren, Peter
Wasser, Gottfried Friedrich
Weber, Adolf
Weber, Fritz

Die Stabführung im Spielmannszug lag in den vergangenen 70 Jahren in den Händen von:.
1923 Wasser Gottfried Friedrich 
1961 Henseler, Paul
1962 Jonas, Engelbert
1963 Müller, Friedrich
1973 Pitsch, Franz
1974 Schumacher, Achim
1975 Arzdorf, Heinz Willi
1986 Werdein, Ralf
1987 Roland Müller

Die musikalische Leitung im Bläsercorps übernahm:
1954 Zens, Peter
1970 Stenz, Michael und
         Schwipper, Herbert (1973-1979)  
1982 Krey, Rüdiger
1983 Berger, Andreas
1990 Metzger, Ewald
1997 Zerwas Dietmar

1923: Den Spielmannszug gründen 9 Personen, die Freude an Musik haben.
1924: Teilnahme am Wettstreit für Tambourcorps in Poppelsdorf: 7 Flötisten und 6 Trommler
1925: Der Verein hat mittlerweile 30 Aktive. Als Uniform wird ein Matrosenanzug mit Schulterkragen getragen.
1926: Bei einer Hochzeit auf dem Petersberg kann das Corps die neuen Fanfaren vorstellen.
1927: Mitwirkung bei der Jahrtausendfeier auf dem Petersberg.
1929 – 1936: Das Corps zerfällt wegen Uneinigkeit bei den gesetzten Zielen und wegen der politischen Wirren.
1937: Ehemalige Mitglieder des Spielmannszuges unter Obhut der freiwilligen Feuerwehr bauen das Corps wieder auf,
          wegen des baldigen Kriegsbeginns leider nur für kurze Zeit.
1947: Gottfried Wasser baut das Corps unter der Obhut der Feuerwehr wieder auf.
1947: Es wird beschlossen, mit den Junggesellen zusammen bei  Hochzeiten aufzuspielen.
1948: Über mehrere Jahre spielt man bei Theateraufführungen am 2. Weihnachtstag.
1951: Dank einer Dorfsammlung ist es möglich, eine eigene Lyra anzuschaffen.
1954: Beginn der Blasmusik. Die Katholische Kirchengemeinde stiftet Instrumente. Im Gegenzug wird dafür bei Festen
         und Prozessionen gratis gespielt.
1964: Der Fanfarenzug wird gegründet. Für den Saalmauerabriss bei W. Becker erhielt man  hierzu Geld.
1965: Die Gruppe Blasmusik schließt sich dem Tambourcorps an und es entsteht der Musikzug Bergklänge e.V.“.
1966: Ein Stiftungsfest der Feuerwehr gibt Anlass zur Anschaffung eines Schellenbaumes
1967: Wird aus Pleiserhohn die kleine Bläsergruppe „Ohm Adolfs“ mit eingebunden.
1967: Bei  der Einweihung der Stenzelbergschule übernimmt der Verein den musikalischen Teil.
1969: Erstes Volks-und Musikfest zu Pfingsten in einem Festzelt auf dem Parkplatz.
1971: Das Tambourcorps übernimmt die Brauchtumspflege des aufgelösten Junggesellenvereins.
1972: Zusammen mit den Bläsergruppen aus Ittenbach und Niederdollendorf wird ein Konzert in der  
         Aula Königswinter veranstaltet. 
1973: Feier zum 50-jährigen Bestehen in der Schulaula der Stenzelbergschule
1973: Dank einer Dorfsammlung und auf Grund des vorhandenen Eigenkapitals können für beide Gruppen neue Uniformen
         und eine Fahne angeschaftt werden.
1975: Zu Pfingsten findet ein Musikfest mit Gastvereinen aus Ellmau (Österreich) und Werth (Niederlande) statt.
1975: Die Bläser fahren in Uniform der Siegburger Stadtsoldaten nach Frankreich.
1976: Gemeinsames Konzert mit den Bläserfreunden Niederdollendorf und den Kirchenchören
          Niederdollendorf und Thomasberg 
1977: An Pfingsten kommt zum 3. Mal die Trachtenkapelle aus Feldkirch zu Besuch des Musikfestes.
1979: Konzert der Bläser in der Schulaula Oberpleis
1980: Volks-und Musikfest zu Pfingsten, erstmalig im Haus Schlesien, dem „ehemaligen Fronhof“. 
1981: Ein Jugendorchester unter der Leitung von Friedrich Müller etabliert sich im Verein.
1981: Konzert der Bläser in der Schulaula Oberpleis
1983: 60 Jahre Musikzug Bergklänge. Der große Zapfenstreich wird zum 1.Mal gespielt.
1983: Die„Original Siebengebirgler“ treten unter der Leitung von W. Belz zum 1.Mal auf.
1983: Am Pfingstfest wird im Gottesdienst vom Musikzug in Verbindung mit dem Kirchenchor eine Singmesse dargeboten,die eigens von Michael Stenz hierür komponiert wurde.
1984:  Konzert in der Aula Oberpleis. Peter Jonas stiftet dem Verein eine Standarte 
1985: Aus dem Verein geht die Big Band „Straight Ahead“ hervor.
1986: Die Jugend des Tambourcorps wird Kreismeister.
1986: Anlässlich des NRW-Festes nimmt der Tambourcorps am Festzug in Düsseldorf teil.
1986: An Stelle des Volks-und Musikfestes findet das erste Mittsommernachtsfest auf dem alten Schulhof statt.
1986: In der Wallfahrtskirche St. Judas Thaddäus wird das erste Adventskonzert aufgeführt. 
1987: F. Weber stiftet einen neuen Tambourstab in den Vereinsfarben.
1988: Nach mehrjähriger Pause findet wieder ein Pfingstfest statt.
1989: Im Beisein des Musikzuges  wird die Städtepartnerschaft Königwinter-Cognac unterzeichnet.    
1991: Aufführung eines Theaterstücks von der Gruppe  “Original Siebengebirgler".
1991: Konzert auf Gut Buschhof unter dem Motto: “ Volksmusik im Siebengebirge“
1992: Der Musikzug beteiligt sich mit als Organisator beim Generalanzeiger-Wandertag.
1992: Der Verein bringt eine Vereinszeitung unter dem Namen  „Decke Tromm“ heraus. 
1992:  Erstes Biwak des Vereins am Weiher.
1992: Die Gruppe “Original Siebengebirgler“ geben ihr 2. Konzert auf Gut Buschhof.
1993: 70 Jahre Musikzug Bergklänge
1993: Neujahrskonzert des Bläsercorps sowie 3. Theateraufführungen auf Gut Buschhof  
1993:  Zum 2. Mal Biwak am Weiher sowie Volks-und Musikfest im Haus Schlesien
1993: Open Air Konzert der Bläck Fööss sowie Konzert der Original Siebengebirgler
1998: Gebäude Gaststätte Palm wird gekauft
2007: Erstes Oktoberfest im Saale Lichtenberg
2009: Gebäude Gastsstätte Palm wird wieder verkauft

Ausflugsfahrten
1968: Erster großer Vereinsausflug zur Insel Helgoland.
1972: Ausflug des Vereins nach Champery in der Schweiz.
1974: Einladung von der Hellweger Prinzengarde zur Karnevalsveranstaltung nach Dortmund
1974: Die Aktiven reisen zur Kirmes nach Feldkrich-Altenstadt in Österreich
1975: Als erster Musikverein besucht der Verein Cleethorpes, Partnerstadt von Königswinter.
1976: Besuch der Sendung “Lustige Musikanten“, veranstaltet vom ZDF in Dortmund. 
1978: Wochenendausflug mit Spielen auf dem Schützenfest in Holtorf im Harz 
1997: Tagesausflug nach Winningen und Mayen
1980: Besuch in Cleethorpes, der Partnerstadt von Königswinter
1981: Ausflugsfahrt der Bläsergruppe nach Nürnberg
1982: Das Tambourcorps folgt der Einladung des Schützenspielmannzuges Radenbeck.
1983: Tagesausflug zu den Karl-May Festspielen nach Elspe / Sauerland
1984: Ausflug nach Heidelberg
1985: Der Verein besucht zum 3. Mal die Partnerstadt Cleethorpes / England.
1986: Das Tambourcorps besucht zum 2. Mal Radenbeck in der  Lüneburger Heide.
1987: Tagesausflug der Aktiven nach Neustadt / Weinstraße
1990: Das Tambourcorps fährt zum 3. Mal nach Radenbeck

Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller Mehr Information über den Musikzug Bergklänge - Für Kurzfilm Bergklänge Teil 1: Hier klicken
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