Aufnahme: 1898 / 1906
Theodor Schonauer bis 1906 Eigentümer des Gasthauses
Im großen Landes-Adressbuch für den Regierungsbezirk Köln von 1901 ist Theodor Schonauer noch als Eigentümer des Hauses sowie als Wirt und Spezereihändler eingetragen. Drei Söhne der Eheleute besuchten laut Schulchronik die Kath. Volksschule in Thomasberg. Wie weiter in der Schulchronik zu erfahren ist, verließen die drei Kinder am 21. Februar 1906 die Schule mit dem Vermerk "verzogen nach Godesberg-Rüngsdorf". Grund für den Umzug der Familie war wohl der Verkauf der Gaststätte. Kurze Zeit später war im "General-Anzeiger für Bonn und Umgegend" zu lesen: "Thomasberg, 15. März. Die Wirtschaft 'Schonauer' ging für 20.000 Mk in den Besitz des Herrn P. Bonerath aus Rüngsdorf über."
Der Verkauf der Gaststätte könnte aus finanziellen Gründen erfolgt sein. So wurde am 17. Juli 1906 im General-Anzeiger eine Zwangsversteigerung amtlich bekanntgemacht (siehe unten), die sich auf ein Wohnhaus mit Kuhstall in Rüngsdorf bezog, bei dem Theodor Schonauer zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes mit dem Berufsstand Schreiner und Wirt zu Thomasberg, Gemeinde Hasenpohl, als Eigentümer angegeben war.
Die Ansichtskarte mit dem Gruß aus Thomasberg "Herzlichen Glückwunsch zum heutigen Tage sendet dir Familie Bergweiler. Mettelsiefen den 17. Sept. 1898" ging per Post an Fräulein Maria Nußbaum in Münster. Josef Bergweiler, der aus Wehlen an der Mosel stammte, heiratete 1895 Elisabeth Schonauer, eine Schwester von Theodor Schonauer. Bis zur Übernahme des Gasthauses Schonauer im Jahre 1913 wohnte er in der Strücher Ortschaft Mettelsiefen und war als Schreiner tätig. Maria Nußbaum, die die Postkarte mit dem Gruß aus Thomasberg erhielt, heiratete 1899 Franz Bergweiler, einen Halbbruder von Josef Bergweiler.
Quelle der Amtlichen Bekanntmachung: General-Anzeiger für Bonn und Umgegend vom 17. Juli 1906 (gefunden im Archiv der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn)
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