Aufnahme: 2025
Jahrzehntelange Kulturarbeit in Königswinter - Ein Hauskonzert durfte auf dem 90. Geburtstag von Michael Agi nicht fehlen
Rauschendorf. Michael Agi lebt seit 1981 in Königswinter, dort im Ort Rauschendorf. 1995 rief er das überregional bekannte Festival "Kachelsteiner Kulturtage" ins Leben. Klassische Musik, Kunst und Literatur prägten dieses Kulturprogramm. Im Jahr 2009 gründete Agi den gemeinnützigen Verein "ProKlassik". Dabei standen Projekte in seinem Haus stets mit auf den Terminplänen. Ob Ausstellungen oder literarische Soireen mit Lesungen von Werken klassischer und zeitgenössischer Literaten, ein umfassendes Repertoire zog stets zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
In diesem Rahmen traten an verschiedenen Spielorten in Königswinter und im Rhein-Sieg-Kreis bekannte Solisten und auch Professoren der Musikhochschule Köln auf. Eine wesentliche Aufgabe sah Agi stets in der besonderen Förderung jugendlicher Musiker, denen er mit seinen Kinder- und Jugendkonzerten die Möglichkeit bot, sich vor einem größeren Kreis von Musikinteressierten zu präsentieren. Es wurden jährlich zwei Konzerte veranstaltet, die von Kindern und Jugendlichen gespielt wurden; einige von ihnen wurden später Berufsmusiker - wie unter anderem Laetizia Hahn, Fabian und Agis Sohn, Daniel Agi. Aus all dem hat sich Michael Agi weitestgehend zurückgezogen, doch die Musik hat weiterhin einen Stellenwert in seinem Leben. Dieses blickt nun auf bereits 90 Jahre zurück. Ein Anlass, nochmals in sein Haus einzuladen und dies neben den herzlichen Glückwünschen, begleitet von einem weiteren Hauskonzert zu seinem 90. Geburtstag. Die "Flammende Rose" von Händel eröffneten den konzertanten Reigen. Das "Halleluja" von Leonard Cohen, "Prelude" von Andreas Wolter oder das "Ave Maria" von Giulio Caccini wurden neben weiteren Werken aufgeführt. Die Akteure waren Jeanette Rosenberger, Sopran, Rosalie Rosenberger, Violine, Belinda Rosenberger, Blockflöte, Andreas Wolter, Klavier, Lydia Balz, Cello, Hildrun Balz, Flöte und Daniel Agi, Flöte. Als junger Autodidakt kam Michael Agi nach Deutschland. Aber nicht nur sein Kulturprogramm zeichnete ihn aus. Bekannt wurde er auch durch die "Initiative Computer für Russland". Viele Tonnen hochwertiger Computer wurden im Rahmen dieses Projekts als Hilfe für Institute der Russischen Akademie der Wissenschaft geliefert.
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