Aufnahme: 2023
Ein Ort mit einer bewegten Geschichte
Die Veußeler trafen sich auf dem Vünftzailplatz, um gemeinsam das 850-jährige Bestehen des Ortes zu feiern
Vinxels erste urkundliche Erwähnung als „Vünfselden" fällt in das Jahr 1173. Dieser Name nimmt Bezug auf die hier ansässigen Herren von Vünftzail und steht damit für die einstigen fünf zu Vinxel gehörenden Höfe. Der Ort gehörte bis 1806 als Honschaft zum Kirchspiel Stieldorf im bergischen Amt Blankenberg. In der Anfang des 19. Jahrhunderts durchgeführten topographischen Aufnahme der Rheinlande lautete der Ortsname noch Pfingsen. In preußischer Zeit ab 1815 blieb die Gemeinde Vinxel Teil der Bürgermeisterei Oberpleis und wurde dem Kreis Siegburg, ab 1825 „Siegkreis", zugeordnet. Die Gemeinde wurde 1845/46 in die neu gebildete und politisch eigenständige Gemeinde Stieldorf eingegliedert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im Gebiet des heutigen Plateaus westlich von Vinxel Richtung Oberholtorf und bis zum Rheinhang weitläufig unter Tage im Rückbau Braunkohle abgebaut. Das Gebiet „Deutsche Redlichkeit" gehörte zum damals größten Kohleabbaugebiet des Rheinlands mit zahlreichen Schächten, Kaulen und Gruben auf der Hardt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr Vinxel ein spürbares Bevölkerungswachstum. Der Zuzug von Heimatvertriebenen und die geographische Nähe zum neuen Regierungssitz Bonn führten zu einem Anstieg der Bevölkerung von 500 Einwohnern im Jahre 1950 auf etwa 1.000 Einwohner 1970. Bis zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn am 1. August 1969 gehörte Vinxel zur Gemeinde Stieldorf.
Zu diesem Stichtag wurden auch die Orte Hoholz und Ungarten aus der Gemarkung Vinxel herausgelöst und in die Stadt Bonn eingegliedert. Vinxel als ein Ortsteil der Stadt Königswinter kann nunmehr auf diese 850-jährige Geschichte zurückblicken. Zum Jubiläumsfest „850 Jahre Vinxel" hatte der Bürgerverein am vergangenen Wochenende eingeladen. „Liebe Bürger und Bürgerinnen. Der Bürgerverein Vinxel e.V bedankt sich für die zahlreichen Gäste, die unser Jubiläumsfest „850 Jahre Vinxel" besucht haben und gemeinsam mit uns das heutige Veußel haben hochleben lassen," so der Vorstand um die Vorsitzende Mechthild Meiling.
„Wenn mr vom Vünftzailplatz no Frankenforst jeht, sieht mr et Sibbejebirch vür dr Auge ston. Ming Hätz jet op un föhlt sich wohl, dat es us Heimat die mr bütze künnt. Un wer he säät, dat dat anders es, der hät uns Heimatdorf noch nie jesinn...... Mr rofen en dr Welt eren, kutt doch mol vorbei. Dilledöppche, Blaue Jungs, Buben-Mädels, Bürjerverein, KG, präjen he et Lewe für dat jeder steht. Wör schön mr künnt noch mieh zosamme ston, losst uns jemeinsam durch Veußel jon. Un wer et nit kann, für denn hammer jet parat, dem jevve mr dr Hand un dann wird Fridde jemaat. Dat es Vinxel Perle in usem Hätz, dat wesse mr jenau un et es och kein Jeschwätz. Ob ahle Bürjer neue Bürjer all sin se met dobei, ohne Vorurteil un ohne Zänkerei. Jo dat es Vinxel Perle in usem Hätz, dat wesse mr jenau un et es och kein Jeschwätz. Ob ahle Bürjer neue Bürjer all sin se met dobei, ohne Vorurteil un ohne Zänkerei", so Auszüge des Vinxel-Liedes nach der Musik und dem Text von Wolfgang Stahl.
Nachdem Landrat Sebastian Schuster seine Grußworte gesprochen hatte, eröffneten die Kindergartenkinder das muntere Treiben mit einer Tanzdarbietung. „Ben Bulben" und „Wolperath Jazz" sorgten für den guten Ton und DJ Lorenzo lud zum Tanz ein. Tombola, Kinderschminken, Hüpfburg, Kletterturm, Bullriding und „Hau den Lukas" sorgten insbesondere bei den Kids für Abwechslung. Mit Thai Food, Bönnche Imbiss, Kuchenbuffet und Weinstand war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.