80 Jahre Katholische Frauengemeinschaft an St. Margareta in Stieldorf

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1998

80 Jahre Katholische Frauengemeinschaft an St. Margareta in Stieldorf

"Am 28. Mai begingen die Mitglieder der kfd (Katholische Frauengemeinschaft) in Stieldorf feierlich den 80. Geburtstag ihrer Vereinigung. Gegründet noch in der Zeit des ersten Weltkrieges als Mütterverein, ist die kfd heute eine Frauengemeinschaft, in der in ganz Deutschland 750000 Mitglieder verzeichnet sind.

Im Mittelpunkt der Festpredigt von Dekanatspräses Dr. Breuer bei der Eucharistiefeier stand der Begriff des Dienens. 'Jesus von Nazareth lehrt uns, einander zu dienen, damit wir das Leben bestehen. Wir folgen ihm und dienen einander nicht in Unterwürfigkeit, sondern in vollem Bewußtsein unserer göttlichen Würde.' Die kfd steht seit 5O Jahren in dieser bedeutsamen Tradition - und wie man am Wachsen der Mitgliederzahlen sieht - ist man willens, auch die Zukunft zu gestalten.

Über 100 Besucherinnen hatten nach der Messe den Weg ins Pfarrheim gefunden. Das Festprogramm war sehr ansprechend gestaltet. In der Begrüßungsrede wies die Vorsitzende der Stieldorfer Frauengemeinschaft, Monika Kiwitt, auf alle möglichen Angebote hin, die den Frauen zur Verfügung stehen. Von Vortragen über Erziehungsprobleme und Fragen zur religiösen Erziehung, Gottesdienstvorbereitung, Betreuung von Alten und Kranken in der Gemeinde über Ausflüge, Einkehrtage und Museumsbesuche reicht die Palette der Möglichkeiten. Ein Frauenselbsthilfeprojekt in Kenia wird vom Handarbeits- und Bastelkreis unterstützt.

Ruth Flerus (Querflöte) und Organist Peter Hartung (Klavier) spielten den zweiten Satz eines Konzertes für Flöte und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Grußwort der Dekanatsvorsitzenden und Regionalleiterin Irmgard Staab richtete sich ganz besonders an die ehemalige Vorsitzende der kfd, Katharina Schenkelberg, die von 1946 bis 1986 deren Geschicke geleitet hatte. Katharina Schenkelberg wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Irmgard Staab wies darauf hin, wie wichtig Frauenarbeit in der Kirche ist und daß ca. 5O Prozent der ehrenamtlichen Tätigkeit dort von Frauen wahrgenommen wird. Die kfd will sich auch weiterhin dafür einsetzen, daß ehrenamtliche Tätigkeiten auch rentenwirksam werden.

Eine Modenschau durch 80 Jahre wurde von Magdalena Mollweide moderiert. Die Kleider, die von kfd-Mitgliedern vorgeführt wurden, stammten aus eigenen Beständen. Höhepunkt der Schau war eine Hochzeitsgesellschaft aus dem Jahr 1918, dem Gründungsjahr. Beim Sketch 'Immer Ärger mit den Abkürzungen', vorgetragen von den Damen R. Sutorius, K. Gilles, Chr. und M. Lehmacher, wurden verschiedene Möglichkelten angeboten, das Kürzel kfd zu übersetzen. Das Schlußwort der Veranstaltung sprach Pfarrer Leo Vetter-Diez."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 24 vom 10. Juni 1998 (Text) / Nachlass Klöhs (Foto)
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller (SZ) / Verein Gutenberghaus Bad Honnef (Foto)
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Aus den Dörfern ringsum
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