Zum 600. Male „Offene Tür" - Seniorentreffen im Stieldorfer Pfarrheim

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1998

Zum 600. Male „Offene Tür" - Seniorentreffen im Stieldorfer Pfarrheim

"Es sah aus wie sonst auch, ungefähr 60 Senioren saßen am vorletzten Mittwochnachmittag bei Kaffee und Kuchen, spielten Karten, unterhielten sich oder widmeten sich einer Handarbeit - und doch war es diesmal ein besonderes Zusammentreffen: die 600. Veranstaltung der „Offenen Tür" in Stieldorf.

Hans Remig begrüßte seine Gäste und alle, die gekommen waren, um zu gratulieren. Dies waren die stellvertretende Bürgermeisterin Hannelore Baukloh-Mayer, die eine Geldspende  überreichte, Peter Fuchs vom Stieldorfer Bürgerverein, Pfarrer Leo Vetter-Diez sowie der Vorsitzende des Stieldorfer Pfarrgemeinderates, Franz Becker, der den nunmehr seit 27 Jahren aktiven Eheleuten Remig einen Gutschein für einen Theater- oder Konzertbesuch überreichte. Ein ganz besonderes Geschenk hatte die Vorsitzende des Rauschendorfer Bürgervereins, Helga Rüsch, parat. Sie trat mit einer gekonnten Playbacknummer auf und tanzte zu den Klängen 'Hinter den Kulissen von Paris'. Im Laufe des späteren Nachmittags kamen noch die Präsidentin der 'Löstige Höhner vom Luuterbach', Erna Lehmacher, sowie die Altpräsidentin Anny Weiler und wünschten weiterhin viel Erfolg.

Hans Remig ließ für alle Gäste noch einmal die Anfänge der 'Offenen Tür' Revue passieren. In einer Königswinterer Haushaltsberatung des Stadtrates Anfang 1970 hatte er mitbekommen, daß für solche Einrichtungen in Alt-Königswinter und Dollendorf 600 DM Zuschuß gewährt wurden. Da ließ er sich diese Summe auch gleich für Stieldorf reservieren und gab sich mit seiner Frau Ulla daran, die 'Offene Tür' im gerade fertiggestellten Pfarrheim zu organisieren. Zuschüsse von der Stadt gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr, aber die Kosten können aus Spenden gedeckt werden. So macht jedesmal ein Sparschwein die Runde, das nach den individuellen Möglichkeiten von den Senioren gefüttert wird. Alle zwei Wochen gibt es einen festen Termin, auf den sich die Senioren freuen können und dazwischen finden auch Fahrten und andere Veranstaltungen statt.

Inzwischen war die Kaffeetafel abgeräumt, fleißige Helfer spülten in der Küche das Geschirr und mit Hilfe von Gisela Notzon, die schon seit 14 Jahren zu den Helferinnen zählt, wurden kalte Getränke serviert. Als ein Höhepunkt des Nachmittages wurde das Duo 'Jolde Fößje', Martha und Josef Schneider aus Aegidienberg, angekündigt, die einem nachträglichen Ständchen zum 70. Geburtstag von Hans Remig ihre Mundartlieder folgen ließen und das Publikum begeisterten. Bleibt zu hoffen, daß die Eheleute Remig noch lange diese Treffen gestalten werden und, wie von Pfarrer Vetter-Diez angeregt, bald die 1000. 'Offene Tür' ins Guinness Buch eingetragen werden kann."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 14 vom 2. April 1998 (Text) / Nachlass Klöhs (Foto)
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller (SZ) / Verein Gutenberghaus Bad Honnef (Foto)
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