Abgebildete Personen
Aufnahme: 1994
Brauchtumsfreunde feierten an drei Tagen ihr „Zehnjähriges"
"Aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens sagte der Rauschendorfer Brauchtumsverein der Bevölkerung ein Dankeschön und feierte das Jubiläum drei Tage lang. Man hatte eigens, weil es in Rauschendorf keinen Saal mehr gibt, auf dem Betriebsgelände der Firma Günther Schmitz ein Festzelt aufgeschlagen.
Beim Festkommers am ersten Tag wurden musikalische Leckerbissen serviert. Die Niederdollendorfer Bläserfreunde spielten am Abend auf und der örtliche Männerchor 'Gemütlichkeit' unter der Leitung von Werner Rondorf verschönerte das Programm. In Rauschendorfer Platt schilderten Jürgen und Heiko Reintgen das Geschehen der letzten zehn Jahre im Brauchtumsverein.
Den Reigen der Gratulanten eröffnete Bürgermeister Herbert Krämer, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß der Verein noch weitere viele Jahre für den Erhalt des Brauchtums in dem Siebengebirgsort sorgt. Auch die Orts- und Bürgervereine sowie die politischen Parteien sprachen ihre Glückwünsche aus.
Dann standen Ehrungen im Mittelpunkt des Abends. Rudolf Möller, Vorsitzender des Brauchtumsvereins, überreichte Riesenweinflaschen und Blumen an Ulrike Sterzenbach, Robert Simon, Peter Jüsten, Johannes Blesgen, Axel Hähnchen, Heinrich Kurscheid, Günter Schmitz, Karl-Heinz Kurscheid, Heinz-Peter Kurscheid, Hans Engels und Elisabeth Kurscheid. Alle haben sich in irgendeiner Weise um den Verein und den Erhalt des Brauchtums verdient gemacht.
Wegen des schlechten Wetters wurde der Große Zapfenstreich vom Kapellenplatz in das Festzelt verlegt. Er wurde dargeboten von den Bläserfreunden, dem Tambourcorps 'Deutschmeister' aus Lannesdorf und den Feuerwehren von Bockeroth und Oelinghoven.
Der zweite Tag des Jubiläums stand im Zeichen der Maipaare aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Sie alle gaben sich beim Brauchtumsabend ein Stelldichein. Zum Tanz spielten die 'Los Dacapos' auf.
Der dritte Tag wurde mit einem Gottesdienst im Zelt, zelebriert von Pfarrer Franz Weber aus Eisbach, verschönert durch gesangliche Darbietungen des Rauschendorfer Männerchores, begonnen. Eine Verlosung stand auf dem Programm und zum Abschluß war der Zirkus Corelli aus Oberkassel auf den Berg gekommen und begeisterte mit Akrobaten, Seiltänzerinnen, Clowns, Feuerschluckern, Jongleuren, Zauberern, Entfesselungs- und Gleichgewichtskünstlern und Schlangenbeschwörerinnen.
Dem Brauchtumsverein geht es um alte Traditionen, die erhalten und gepflegt werden sollen. So steht es in der Satzung des Vereins vom 13. August 1984. Die Ursache der Vereinsgründung bestand darin, daß der ehemalige Junggesellenverein Rauschendorf erhebliche Nachwuchssorgen hatte. Das Interesse der verheirateten 'Alt-Junggesellen' am Brauchtum dokumentierte sich dann 1984 in der Gründung eines Brauchtumsvereins. Zu den Aktivitäten des ehemaligen Junggesellenvereins kamen neue hinzu, so das Martins- und das Maifest. Auch das Theaterspiel zum Beginn der Adventszeit ist ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit geworden. Als Abschluß eines jeden Vereinsjahres ist der Besuch des Nikolaus in den Rauschendorfer Familien anzusehen. Der Brauchtumsverein nimmt auch am Karnevalsgeschehen teil, er setzt den Pfingstbaum, hält die Tradition des Eiersammelns und Eierkuchenessens zu Pfingsten hoch und begräbt den Paias nach der Kirmes."
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