Schuloper zur Einweihung des Erweiterungsgebäudes

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1994

Schuloper zur Einweihung des Erweiterungsgebäudes

"'Wir danken für dieses schöne Haus.' So stand es auf einem Tuch am Rednerpult zu lesen. Und in der Tat bedankten sich Schulleitung, Lehrerschaft und Elternbeirat für den Erweiterungsbau der Grundschule in Stieldorf.

'Ein Wunder ist geschehen. Denn nach mehr als 20jährigem Kampf um einen Neubau konnte dieser Erweiterungsbau nunmehr fertiggestellt werden, nachdem ein Neubau vom Regierungspräsidenten grundsätzlich trotz mehrmaliger Anträge des Stadtrates auch mehrere Male abgelehnt wurde. Deshalb ist dieser Tag ein besonderer Tag der Freude für die Schule', sagte die stellvertretende Leiterin Ilse Dicke. 'Die Kinder freuen sich über die schönen, neuen Räume und die Lehrer über die verbesserten Arbeitsbedingungen.'

Weiter betonte Ilse Dicke, daß es nun an den Lehrern liegen würde, die neuen Möglichkeiten der Schule zu nutzen, um damit die Belastung zu rechtfertigen, die die Stadt Königswinter mit diesem Bau auf sich genommen habe. 'Es ist jedoch eine gute Investition für die Zukunft, denn die Kinder, denen hier Bildung und Wissen vermittelt werden soll, sind unser aller Zukunft. Sie müssen wir in die Lage versetzen, mit den immer schwieriger werdenden Verhältnissen fertig zu werden. Ein sauberes und schön gestaltetes Umfeld in ihren Lebensanfängen trägt sicherlich erheblich dazu bei', so Ilse Dicke.

Den kirchlichen Segen über das Gebäude erteilten Pfarrer Franz Otten von der katholischen Gemeinde, der ein Kreuz als Geschenk mitgebracht hatte, und Max Koranyi von der evangelischen Gemeinde.

Die Entwicklung der Kinder liege in der Grundschule, sagte Bürgermeister Herbert Krämer. Auch er betonte, daß die Jugendlichen von heute unsere Zukunft seien. Krämer ging auf die Geschichte der Schule ein und nannte einige Zahlen zum Erweiterungsbau, der 3,5 Millionen DM kostete. Bund und Land gewährten Zuschüsse. Der Anteil der Stadt betrug 2,7 Millionen DM. Eine weitere Million wird demnächst für die Sanierung des Altbaues ausgegeben werden müssen.

Glückwünsche zu dem Anbau sprach im Namen der Bürgervereine, die das Forum der Schule mitbenutzen können, Manfred Damerau vom Rauschendorfer Bürgerverein aus. Er wünschte der Schule Frieden und Eintracht. Für das Schulamt sprach Schulamtsdirektor Wilfried Hahn. Weitere Gratulanten waren für die Schulpflegschaft Marjunke Neu, für die CDU Hans Remig, für die Nachbarschulen Heinrich Hillen, Hermann Krauthausen für die SPD und Maren Römer für den Kindergarten als 'Zuliefererbetrieb' der Schule sowie mit einem Scheck über 500 DM Hermann Balas von der Volksbank.

Umrahmt wurde die Feier durch Darbietungen der städtischen Musikschule. 50 Kinder, 15 Lehrpersonen und zahlreiche Eltern wirkten in der 'Stieldorfer Schuloper' mit, einer Tragikomödie über die Baugeschichte der Schule, verfaßt von deren Leiter Henner Eidt."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 25 vom 23. Juni 1994
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Aus den Dörfern ringsum
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