Abgebildete Personen
Aufnahme: 1994
Abschied von Dr. Renate Heck
"Der Männerchor 'Gemütlichkeit' Rauschendorf sang bei der Abschiedsfeier für Dr. Renate Heck auf dem Schulhof der ehemaligen Rauschendorfer Schule eigens für sie getextete Ständchen. Die SPD hatte zu der Feier bei Kaffee und Kuchen, Bier und Würstchen eingeladen, um sich von der engagierten SPD-Politikerin zu verabschieden, die am 16. Oktober aus dem Stadtrat und somit auch als stellvertretende Bürgermeisterin ausscheidet.
Die Vorsitzende der Königswinterer SPD, Inge Hagemann, sagte, daß Renate Heck nun in eine neue Lebensphase eintrete. Sie habe fast 20 Jahre zum Wohle der Stadt gewirkt, davon fünf Jahre als stellvertretende Bürgermeisterin. Als Frau in der Politik habe sie besonders andere Frauen unterstützt. In der Zukunft werde man auf sie als finanzpolitische Beraterin wohl verzichten müssen. Aber so ganz geht sie nicht. Sie bleibt im DRK und in der Arbeiterwohlfahrt tätig. Inge Hagemann überreichte einen Blumenstrauß und das neueste Buch von Carola Stern. Für die Stadtratsfraktion sprach Franz-Joachim Thür. Die SPD im Rat sei traurig, daß die 'große Dame der Kommunalpolitik' gehe.
Für die CDU verabschiedete sich Hans Remig von Dr. Renate Heck mit launigen Worten. Er dankte ihr für die vernünftige und harmonische Zusammenarbeit im Stadtrat.
Dr. Renate Heck bedankte sich, blickte zurück auf ihr kommunalpolitisches Engagement und versprach, in Rauschendorf zu bleiben, wenn die ICE-Schnellbahn sie nicht vertreibe. Sie machte den Rauschendorfern ein Geschenk: eine Bank, auf der sich gut sitzen läßt. Dafür bedankte sich für den Bürgerverein Dr. Karl-Heinz Weiner. Gleichzeitig dankte er Dr. Heck für ihren jahrelangen Einsatz im Vorstand des Bürgervereins. Dr. Renate Heck kam vor 25 Jahren nach Rauschendorf und konnte gleich die Hilfsbereitschaft der Dorfgemeinschaft erfahren. Sie war dann maßgeblich an der Gründung des Bürgervereins beteiligt. Auch die Errichtung des Kindergartens in Rauschendorf ist mit ihr Verdienst. Was nicht so bekannt ist, Renate Heck war auch im örtlichen Turnverein. Das habe viel Spaß gemacht. 'Wir haben manchmal so gelacht, daß wir nicht zum Turnen kamen', erinnerte sie sich."
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