Abgebildete Personen
Aufnahme: 1992
Max Koranyi als Pfarrer eingeführt
"Der evangelische Kirchenchor Heisterbacherrott sang 'Die güldne Sonne' und wurde vom Flötenkreis begleitet. So begann der Einführungsgottesdienst von Pfarrer Max Koranyi in der Emmauskirche zu Heisterbacherrott. Die Pfarrgemeinde Stieldorf/Heisterbacherrott erhielt die zweite Pfarrstelle. Die Einführung nahm Superintendent Rainer Stuhlmann vor. Dem Gottesdienst schloß sich ein weltlicher Empfang im Gemeindezentrum an, den Helga Schleef vom Presbyterium eröffnete. Sie wünschte dem neuen Pfarrer einen reichgesegneten Weg in der Gemeinde. Dr. Renate Heck übermittelte die Glückwünsche der Stadt. Superintendent Stuhlmann übermittelte die Willkommensgrüße der 32 Gemeinden im Kirchenkreis an Rhein und Sieg. Pfarrer Paul Woelki von der benachbarten katholischen Gemeinde wünschte Pfarrer Max Koranyi eine gute Zeit beim Miteinander für die beiden Gemeinden und auch persönlich. Er wünschte ihm, daß er ein Pfarrer sei, den die Menschen gerne haben. Er hoffe, daß alle Christen Kinder des Lichtes und nicht der Finsternis seien. Sein Wunsch sei es, daß sich die Gemeinden weiter näherkommen mögen und er sprach die Hoffnung aus, daß Pfarrer Koranyi eine fruchtbare und gesegnete Zeit erleben möge. Kein religiöses Geschenk hatte Pfarrer Heiko Schmitz aus Oberpleis mitgebracht, sondern ein Buch über den Rhein-Sieg-Kreis. Hans Remig überbrachte die Willkommensgrüße der katholischen Gemeinde Stieldorf und überreichte einen gefüllten Briefumschlag und hoffte, daß Pfarrer Koranyi mit allen Menschen viel Glück auf allen Wegen beschieden sei. Und wenn er gar nicht mehr weiter wisse, dann solle er zum Akkordeon greifen und rheinische Melodien spielen. Pfarrer Burkhard Leh versprach als Geschenk nicht nur das Pfarrhaus in Stieldorf, sondern auch ein religiöses Buch nach freier Wahl. Dann sprachen Vertreter seiner früheren Gemeinde und wünschten ihrem ehemaligen Pfarrer alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.
Der aus Bonn stammende neue Pfarrer arbeitete von 1985 bis 1986 in der Landgemeinde Bucyrus (USA), wo viele reformierte Einwanderer aus Deutschland eine Heimat gefunden haben. Dort spielte er den Gemeindeangehörigen bei Volksfesten auf seinem Akkordeon Melodien seiner rheinischen Heimat vor. Auch zum Wohle seiner neuen Gemeinde wird der Geistliche in die Tasten des Akkordeons greifen, wie er dies schon bereits beim Gemeindefest getan hat.
Der neue Pastor ist Bonner und stammt aus einer christlich motivierten Familie. Abends las der Vater seinen beiden Söhnen und seiner Tochter aus der Kinderbibel vor. Der Besuch des Kindergottesdienstes in der Kessenicher Friedenskirche war selbstverständlich. Während seiner Vikariatszeit in Niederkassel lag ihm die Jugendarbeit und die Erwachsenenbildung in Zusammenarbeit mit behinderten Menschen besonders am Herzen. An seiner ersten Pfarrstelle in einem Neubaugebiet in Wuppertal-Vohwinkel kam so manche soziale Herausforderung auf den Seelsorger zu. Ausländer- und Asylfragen waren die Probleme. Dort hat er auch schon seine Amerika-Erfahrungen umgesetzt. Mit Jugendlichen aus dieser Gemeinde unternahm er im vergangenen Jahr eine Studienreise in den USA-Staat North Carolina. 16 Jugendliche kommen vom 16. bis 23. Juli zum Gegenbesuch in den Malteserhof in Römlinghoven. Im nächsten Jahr ist wieder eine Amerikareise geplant.
Im vergangenen Sommer unterrichtete Pfarrer Koranyi eine kurze Zeit am Predigerseminar in Bad Kreuznach Vikare, um dann doch wieder in die praktische Gemeindearbeit zu gehen. Der musisch begabte 40jährige Pastor schreibt zu Weihnachten und zu Kreiskirchentagen Theaterstücke nach biblischen Motiven. Der neue Pfarrer ist mit einer Studienrätin verheiratet und hat drei Söhne. Zahlreich sind die Hobbys des neuen Pfarrers: Theaterspielen, Musizieren, Sprachen, Reisen, Literatur und Kabarett."
Foto unten v. l.: Pfarrer Burkhard Leh, Helga Schleef, Pfarrer Max Koranyi und Superintendent Rainer Stuhlmann
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