Abgebildete Personen
Aufnahme: 1986
Neue Fahne der Junggesellen beim Weiherfest geweiht
gst. Im Mittelpunkt des schon zur Tradition gewordenen Weiherfestes in Heisterbacherrott, veranstaltet vorn Bürgerfestausschuss, erfolgte in diesem Jahr die Weihe der neuen Fahne des Junggesellenvereins "Frohsinn", der zugleich sein 90jähriges Bestehen feiern konnte. Vor zwei Jahren hatte sich der Verein neu konstituiert, nachdem er über ein Jahrzehnt nicht aktiv war.
Pfarrer Paul Woelki gab der Fahne während des Festgottesdienstes auf dem Gelände des Fronhofweihers die kirchliche Weihe. In seiner Predigt sprach der Pfarrer über die Fröhlichkeit. die gerade jetzt zu Beginn der Ferienzeit die Menschen erfüllen sollte. Nicht umsonst habe sich ja der Junggesellenverein vor 9o Jahren den Namen „Frohsinn" gegeben. Dieser Gottesdienst in Gottes freier Natur möge der Kommunikation und der Einstimmung auf die nun beginnende Urlaubszeit dienen.
Die neue Fahne zeige Symbole der Heimat und der heimatlichen Geschichte, betonte Hans-Willi Gathen, der Vorsitzende des Bürgerfestausschusses bei seiner Ansprache vor der Weihe. So erkenne der Betrachter der mehrfarbigen Fahne die Heisterbacherrotter Kirche, die um 1150 erbaute Nikolauskapelle, die Chorruine Heisterhach und im Hintergrund den Oelberg.
Gathen ging in seiner Rede auch auf die Geschichte des Junggesellenvereins ein. Vor 9o Jahren gab es in Heisterbacherrott nur 86 Häuser. 68 Junggesellen schlossen sich zusammen. Vor zwei Jahren waren es 18 junge Menschen, die die alte Tradition wieder aufleben ließen. In diesen zwei Jahren hat man die Kosten für die neue Fahne zusammengespart.
Viele Heisterbacherrotter und Gäste wohnten der Weihehandlung und der Eucharistiefeier zur Eröffnung des Weiherfestes bei. Die Messe wurde gesanglich und musikalisch vom Kirchenchor und vom Bläserkorps des Musikzuges „Bergklänge" verschönert. Die „Bergklänge" spielten dann auch zum geselligen Dorfabend auf. Der zweite Tag des Weiherfestes begann mit dem Gedenken an die Gefallenen und Toten durch eine Kranzniederlegung am Ehrenmal. Zum Frühschoppen spielte das Tambourkorps der „Bergklänge" auf. Zwischendurch schwenkten die Junggesellen das Fähndel. Hans-Willi Strack ist Fähnrich der Junggesellen und er zeigte an diesem Sonntagvormittag seine Künste mit der neuen Fahne. Zu Mittag konnte Muttis Küche kalt bleiben, denn das DRK lud zu Erbsensuppe und Kasseler ein.
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