Aufnahme: 1986
25 Jahre im Weinberg des Herrn
"Mit den Angehörigen der beiden Pfarrgemeinden Thomasberg und Heisterbacherrott feierte Pfarrer Paul Woelki sein silbernes Priesterjubiläum. In beiden Pfarrgemeinden zelebrierte der Jubilar und Diener im Weinberg des Herrn Gottesdienste mit den Kindern und jeweils ein Festhochamt, die die Kirchenchöre der beiden Gemeinden St. Joseph und St. Judas Thaddäus durch eine Mozart-Messe verschönerten.
Seit 1980 ist Pfarrer Woelki in Thomasberg und übernahm 1984 auch die Wallfahrtsgemeinde zu Heisterbacherrott.
In der Aula der Stenzelbergschule erwiesen zahlreiche Pfarrangehörige ihrem Pastor durch eine Gratulationscour ihre Hochachtung. Eingeleitet wurde die Heisterbacherrotter Feier durch musikalische Darbietungen des Musikzuges Bergklänge, der mit dem Kirchenchor die gesangliche und musikalische Gestaltung der Feier vornahm.
Volker Roth vom Kirchenvorstand nannte in seiner Begrüßungsrede diesen Tag ein fröhliches Fest für die Gemeinde, denn ein Jubiläum sei ein Tag der Fröhlichkeit. Roth würdigte Pfarrer Woelki, der es in seiner rheinischen und fröhlichen Mentalität fertiggebracht habe, die beiden Gemeinden zusammenzuführen. Als Geschenk der beiden Kirchengemeinden erhielt der Jubilar ein neues Meßgewand, das Pfarrer Woelki bereits bei der vorhergehenden Eucharistiefeier trug. Vom Heisterbacherrotter Pfarrgemeinderat würdigte Walburge Wiesmann die Verdienste von Pfarrer Woelki. Die Glückwünsche der evangelischen Gemeinde überbrachte Pfarrer Hermann Federschmidt, der seinen kath. Amtsbruder als einen Priester würdigte, dessen Herz stets der Oekumene aufgeschlossen sei. Als äußeres Zeichen schenkte Federschmidt dem Silberjubilar einen Freundschaftsbecher.
Im Auftrag der Kirchenvorstände und der Pfarrgemeinderäte der beiden von Pfarrer Woelki zu betreuenden Gemeinden hatte die Thomasberger Künstlerin Sigrid Wenzel ein Relief geschaffen, darstellend das Kreuz im Vordergrund und im Hintergrund die Sieben Berge mit Ansichten von Heisterbacherrott und Thomasberg, doch hervorstechend die beiden Kirchen und die Nikolauskapelle. Darunter das Motto der beiden Pfarrgemeinden 'Gemeinsam unterwegs'.
Erfreut nahm Pfarrer Woelki die Glückwünsche des Bürgerfestausschusses, vorgetragen in rheinischer Mundart von Willi Gathen, der auf humorvolle Weise den Jubilar schilderte und namens der Vereine 1000 Mark überreichte, entgegen. Die Pfadfinder schenkten einen Teller mit den Initialen der Pfadfinderschaft und die Frauengemeinschaft überreichte ebenfalls 1000 Mark.
Zur Gratulation waren auch Abordnungen und der Nachfolger von Pfarrer Woelki aus Radevormwald gekommen.
Der Junggesellenverein Heisterbacherrott erfreute den Priesterjubilar mit einem Fahnenschwenken.
Der Festsaal der Strücher konnte die vielen Gratulanten kaum fassen, die sich dichtgedrängt am nachfolgenden Sonntagmittag einfanden, um ihrem beliebten Pastor die Glückwünsche entgegenzubringen. Die Sprecher betonten, daß sie froh seien, einen solchen Pastor zu haben. In seinen Dankesworten betonte späterhin Pfarrer Paul Woelki: 'Und ich bin froh, bei Euch Pastor zu sein.'
Die Feierstunde in Thomasberg wurde musikalisch und gesanglich eingeleitet und umrahmt von Tambourcorps, vom Kirchenchor und einem Orchester.
Toni Eich sprach die Glückwünsche für alle kirchlichen Vereinigungen und für den Pfarrgemeinderat aus. Er sprach dem Pastor von Herzen den Dank der Gemeinde für das segensreiche Wirken aus und verglich den Pastor und seine Gemeinde mit einem Gärtner und seinem Garten, der nun prächtig in Blüte stehe. Bürgermeister Günter Hank gratulierte im Namen der Stadt, des Rates und Stadtdirektor Schmitz namens der Verwaltung. Beide überreichten Geldgeschenke. Bürgermeister Hank meinte humorvoll, daß Pfarrer Woelki sich für dieses Geld noch ein weiteres Meßgewand kaufen solle oder sich auf das bereits von der Kirchengemeinde geschenkte Gewand noch etwas sticken lassen könne. Er (Hank) sei zu der Thomasberger Feier gekommen, weil der hl. Joseph Vorrang vor dem hl. Judas Thaddäus habe und Pfarrer Woelki die längere Zeit in Thomasberg wohnt und wirkt. In seiner humorvollen Art dankte der Bürgermeister dem Pastor für sein Wirken und seine Volkstümlichkeit. 'Ich kann dieser Gemeinde ebenfalls nur gratulieren zu diesem Pastor.' Die Kapelle spielte ein dreifaches Hoch. Die Glückwünsche der weltlichen Vereine sprach Helmut Melder aus, der ebenfalls ein Geschenk überreichte.
Pfarrer Woelki wurde am 16. September 1932 geboren und verlebte seine Jugend in Bonn-Grau-Rheindorf. Er studierte in Bonn und Bensberg. Am Tag seiner Priesterweihe im Hohen Dom zu Köln durch Kardinal Josef Frings wurde er Kaplan an Quirin in Beuß. Sechs Jahre später wurde Paul Woelki Kaplan an St. Michael in Langenberg, bis er am 6. Februar 1971 zum Pfarrer an St. Marien nach Radevormwald berufen wurde. Am 28. November 1981 wurde er Pfarrer an St. Joseph in Thomasberg und im November 1984 an der Wallfahrtskirche St. Judas-Thaddäus in Heisterbacherrott."
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.