Weinprobe für die Bürger

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1985

Weinprobe für die Bürger

"Die Strücher Karnevalsgesellschaft und die Oberpleiser Getränkefirma Walter Pütz hatten in das 'Eigenheim' der Thomasberger Karnevalisten zu einer Weinprobe eingeladen. Dabei sollte den Vereinen demonstriert werden, dass die angebotenen Weine frostschutzmittelfrei seien.

Eine Koblenzer Firma war zur Präsentation der Weine engagiert worden. Walter Pütz bedauerte, dass durch die Frostschutzmittelmisere allein der Weinumsatz in seiner Firma um 60 Prozent zurückgegangen sei. Die Durstigen haben sich mehr auf Bier umgestellt. Doch sei leider der Bierumsatz bei weitem nicht so gestiegen wie der Weinumsatz zurückgegangen sei.

Den Bürgern wurde von den Fachleuten erklärt, was Restsüße bedeutet und dass ein Wein, aus verschiedenen Rebsorten hergestellt, billiger angeboten werden könne als reiner Rebsortenwein. Verboten sei das nicht. Doch dürfen Flaschen mit mehr als drei Rebsorten keine Rebsortenbezeichnung auf den Etiketten tragen. Betont wurde auch, dass Weinflaschen nur einige Tage stehen dürfen. Interessant war auch die Erklärung der Korkenherstellung. Das Material würde in Portugal gewonnen. Ein Korken kostet zwischen drei und 20 Pfennig. Die Koblenzer Firma versieht ihre Weinflaschen mit Korken zu 12 Pfennig. Wohl die wenigsten wussen, dass ein Moselwein bis zu acht Promille Säure haben darf und ein Rheinwein bis zu sechs Promille. Weine zu entsäuern sei durchaus praktikabel.

Zur Probe gelangten Rhein- und Moselweine der Jahre 1982 bis 1984 der Sorten Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Ortega, Huxel, Faber, Bacchus, Ruländer und Portugieser."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 44 vom 31. Oktober 1985
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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