Abgebildete Personen
Aufnahme: 1985
60 Jahre Thomasberger Feuerwehr
"Das diamantene Jubiläum der Thomasberger Feuerwehr wurde mit einem Gottesdienst, einem Festball, einer Fahrzeugschau und einer Übung der Jugendfeuerwehr begangen. Dem abendlichen Gottesdienst schloß sich eine Kranzniederlegung an. Beim Festball wurde die Altersmannschaft geehrt. Jedes Mitglied erhielt eine Urkunde, einen Wandteller und Blumen. Die Überreichung nahm Brandmeister Werner Steeg vor. Eine besondere Ehrung erfuhr Peter Huhn. Er ist der einzige noch lebende Mitgründer der Thomasberger Feuerwehr.
Dem Festabend wohnten auch Stadtbrandmeister Theo Lämbgen und Löschzugführer Georg Löbach bei. Die Glückwünsche der Stadt übermittelten Vizebürgermeister Herbert Losem und Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz, die mit Geldbeträgen zum Gelingen des Festes beitrugen.
Am Sonntagmorgen kamen zahlreiche Bürger zum Festplatz, wo Löschfahrzeuge aus Königswinter und aus Troisdorf zur Besichtigung freigegeben worden waren. Für die Kinder war das Rettungsboot der Niederdollendorfer Wehr eine Attraktion. Flink waren die Jungen der Jugendfeuerwehr, die zum ersten Male seit ihrer Gründung mit einer Übung an die Öffentlichkeit trat. Die Leitungen waren schnell verlegt, dann spritzte das Wasser aus drei Rohren in die 'brennende' Schule. Mutige ließen sich bei einer Demontration von der 30-Meter-Drehleiter abseilen.
Den Anstoß zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Thomasberg gab ein Großfeuer am Jakobstag 1924 in der Stellmacherei Heinrich Losem. Danach schlossen sich 33 Männer aus 15 Ortsteilen des heutigen Thomasberg zusammen. Bis zur formellen Gründung dauerte es noch bis zum Januar 1925. Erster Löschgruppenführer war Fritz Henseler aus Steinringen. An Geräten standen damals nur eine neu angefertigte Hakenleiter, 4,40 Meter lang, und eine alte Druckspritze zur Verfügung. Alte Schläuche wurden geflickt und abgedichtet. Die Alarmierung fand damals noch durch zwei Hornisten statt, da keine Sirene und kein Telefon vorhanden waren. Das Spritzenhaus befand sich im feuchten Keller der damaligen Dorfschule. Den ersten Einsatz hatte die Feuerwehr im März 1926 in Busch beim Brand eines Bauernhofes.
Nach dem Krieg erwarb die Wehr unter Leitung von Fritz Henseler eine neue Motorspritze. 1946 wurde aus dem Amtsfonds des Amtes Oberpleis eine Alarmsirene angeschafft. Von der Ittenbacher Feuerwehr erhielt man 1951 eine stärkere Motorspritze für 100,- DM. Am 2. Dezember 1956 wurde das in Eigenleistung aufgebaute Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Das erste Löschfahrzeug übergab die Amtsverwaltung am 20. Oktober 1963 der Thomasberger Wehr. 1965 bezog die Wehr ein neues Gerätehaus, da das alte Gebäude wegen des Schulneubaues weichen mußte.
Bis 1969 gehörte die Wehr der Amtsfeuerwehr Oberpleis an, mit der kommunalen Neuordnung wurde sie der Stadt Königswinter unterstellt."
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