Abgebildete Personen
Aufnahme: 1985
Männer in Käfigen gefangen
"Nicht nur mit Bohnenstangen verteidigten die Männer von Stieldorferhohn den geklauten Paias, sondern auch mit Wasser, das aus Schläuchen gespritzt wurde. Eine willkommene Dusche für die Junggesellen bei dem warmen Wetter.
Nach alter Tradition feierten die Stieldorferhohner zu Pfingsten ihr Paiasfest. Ausrichter war der Bürgerverein und der Junggesellenverein 'Edelweiß'. Der Paias gehörte den Junggesellen, doch er wurde bei Nacht und Nebel von den Männern geklaut. So kam es denn wieder am Nachmittag des Pfingstsonntags zu lustigen Kämpfen, bei denen die Männer den Paias verteidigten. Schließlich gaben ihn die Männer doch wieder heraus, nachdem sie zuvor von den Junggesellen eine 'süffige' Entschädigung bekommen hatten und in Käfigen gefangen genommen worden waren.
Am Samstagnachmittag zog die Dorfjugend von Haus zu Haus und sammelte an die 600 Eier, die gekocht am Sonntag den Besuchern des Festes geschenkt wurden. Am Abend konnte in der Tenne des Höhnerhofes das Tanzbein geschwungen werden. Dabei schwenkte Karl-Heinrich Mohr zur Freude der Festbesucher das Fähndel.
Der Sonntag begann mit einem Frühschoppen. Dem Paiaswettkampf schloß sich eine Kinderbelustigung mit vielen Spielen an. Beim abendlichen Tanz wurde wieder das Fähndel geschwenkt. Hauptpreise einer Tombola waren drei Rundflüge. Eine musikalische Einlage bot der Hegering Siebengebirge."
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