Diamanthochzeit der Eheleute Weber

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1985

Diamanthochzeit der Eheleute Weber

"'Montags schwimmen, dienstags kegeln, mittwochs Stammtisch und donnerstags Skat. Das ist meine wöchentliche Beschäftigung. Für meine Frau bleiben dann noch der Freitag, der Samstag und der Sonntag übrig.' Dies meinte scherzhaft Matthias Weber, der am 16. April mit seiner Frau Katharina geborene Bergweiler, wohnhaft in Thomasberg, Siebengebirgsstraße 34, das Fest der Diamanthochzeit feiern kann. Beide sind noch sehr rüstig. Manchmal fahren sie noch mit dem eigenen Auto irgendwohin zum Nachmittagskaffee, wo sie dann mit Bekannten ein Plauderstündchen halten.

Der Diamanthochzeiter erblickte am 12. Februar 1900 in Wiese das Licht der Welt. Nach dem Besuch der Volksschule half er seinem Vater in der Schusterei, erlernte aber nach dem Besuch der Handelsschule den Kaufmannsberuf. Nach der Hochzeit gründete die junge Familie ein Lebensmittelgeschäft, verbunden mit einer Kohlenhandlung und Landesprodukten. Für die eigenen Fahrzeuge wurde auch eine eigene Tankstelle geschaffen.

Der jährliche Urlaub führte das Paar in viele Länder und Städte Europas, aber auch zu den Bahamas und nach Florida. 1957 war das Ziel der Reise Teneriffa. Dafür zahlten sie selber nur fünf Mark. Sie gewannen diese Reise bei der Fernsehlotterie. Der Stolz des Ehepaares ist aber auch der Hund Bässi des Sohnes, mit dem Opa und Uropa Matthias täglich Gassi geht.

Der Ehe entstammen eine Tochter und ein Sohn. Am Festtag werden aber auch ein Enkel und ein Urenkel unter den Gratulanten weilen.

Die Diamanthochzeiter kennen sich schon von der Schulzeit her, doch der Funke der Liebe entzündete sich 1920, als Katharina dem Matthias im Thomasberger Hof so manches Glas Bier zapfte. Der Thomasberger Hof gehörte den Eltern der heutigen Diamantbraut, die nach ihrer Schulzeit Näherin lernte. Mit der Schwester von Katharina, die am gleichen Tage heiratete, wurde in St. Pankratius zu Oberpleis der Bund fürs Leben geschlossen. Das Dankamt wird am 16. April um 14.30 Uhr in der Thomasberger Kirche zelebriert. Danach wird zu Hause gefeiert. Die Ortsvereine werden bereits am Vorabend, dem Tag der standesamtlichen Trauung, ihre Glückwünsche übermitteln."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 15 vom 11. April 1995
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
„Belle Mattes“ in Mettelsiefen Aus Siebengebirgs-Zeitung Besondere Ereignisse
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