Staatsminister im Haus Schlesien

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1984

Staatsminister im Haus Schlesien


"Bundeskanzler Helmut Kohl entsprach der Bitte des aus Schlesien stammenden Bundestagsabgeordneten Dr. Herbert Hupka. Am Donnerstagnachmittag kam Staatsminister Philipp Jenninger ins Haus Schlesien nach Heisterbacherrott und überreichte Hupka für die neue Heimstätte der Schlesischen Landsmannschaft eine Lithographie des schlesischen Dichters Gerhard Hauptmann, gemalt von Max Liebermann, als Leihgabe. Im Aufenthaltsraum des Hauses Schlesien erhielt dieses Bild einen Ehrenplatz. Das Bild entstand im Jahre 1922. Liebermann und Hauptmann lebten viele Jahre gemeinsam als Freunde in Berlin, wie Jenninger in seiner Ansprache ausführte. Er betonte auch, daß man den Menschen zwar die Heimat nehmen könne, das kulturelle Erbe aber nicht, das es auch in der Fremde zu hegen und zu pflegen gelte. Mit der Übergabe des Bildes wolle der Bundeskanzler seine Verbundenheit mit den Schlesiern zum Ausdruck bringen.

In seiner Dankansprache betonte Hupka, daß Hauptmann Ehrenbürger von Breslau sei. Er sei aber nicht nur ein Dichter Schlesiens gewesen, sondern auch ganz Deutschlands und der ganzen Welt. Besonders habe er die schlesische Mundart gepflegt.

Vizebürgermeister Dr. Karl Schulte-Beckhausen bedankte sich im Namen der Stadt für das kulturelle Geschenk, womit auch die Stadt Königswinter durch den Bundeskanzler geehrt worden sei."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28 vom 12. Juli 1984
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
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