Grundsteinlegung zum Bildungszentrum des Deutschen Beamtenbundes

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Grundsteinlegung zum Bildungszentrum des Deutschen Beamtenbundes

"Nun wird das bei der Bevölkerung umstrittene Bildungszentrum des Deutschen Beamtenbundes am Gut Buschhof doch gebaut. Wie der Vorsitzende der Vereinigung, Alfred Krause, bei der Grundsteinlegung erläuterte, seien alle Schwierigkeiten beseitigt. Der Beamtenbund will die neue Stätte sogar als Offene Tür anbieten.

Das Bildungszentrum des Deutschen Beamtenbundes soll ein Seminargebäude für etwa 60 Teilnehmer umfassen sowie eine Wohnbebauung mit Appartements, Seminarleiter- und Hausmeister-Wohnung. Die Bauplanung trennt das Seminargebäude von der Wohnbebauung. Dadurch wird das vorhandene Gelände optimal berücksichtigt, denn neben den Bedürfnissen des Bauherrn war eine wesentliche Vorgabe für die Planung, landschafts- und umgebungsbezogen zu bauen. Diesem Anspruch wird die Aufteilung in Seminargebäude einerseits und Appartement- und Wohnbebauung andererseits gerecht. Das Objekt wird von einem General-Unternehmer unter wesentlicher Beteiligung des einheimischen Handwerks erstellt.

Mit dem Bau soll den 830000 Mitgliedern im Deutschen Beamtenbund, aber auch den übrigen Angehörigen des öffentlichen Dienstes sowie allen Interessenten eine zentrale Einrichtung zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt werden. Politische und berufliche Bildung sind Schwerpunkte des Programms. Es soll auch Ziel dieses neuen Gebäudes werden, eine interessante Ergänzung des örtlichen kulturellen Angebotes zu liefern. Neben politischen Veranstaltungen von öffentlichem Interesse sollen Filmabende, Theateraufführungen und Ausstellungen zum Angebot zählen.

Das Seminargebäude umfaßt 3700 qm Brutto-Grundrißfläche und die drei Wohngebäude insgesamt 3400 qm. Für die Schulungsteilnehmer entstehen 62 Appartements. Im Speisesaal können 100 Personen gleichzeitig Platz finden. 59 Fahrzeuge können parken, 27 oberirdisch und 32 unterirdisch. Zum Freizeitbereich gehören eine Sauna, eine Kegelbahn, ein Billardraum und ein Tischtennisraum.

Zur Grundsteinlegung brachte die Verwaltung der Stadt Königswinter den Teilbauschein mit, so daß nun offiziell mit dem Bau begonnen werden kann. Der Stadt dankte der Beamten-Vorsitzende Alfred Krause für die Unterstützung zur Durchführung des Bauvorhabens. Krause betonte, daß man die geringe Verzögerung im Baubeginn wohl wieder aufholen könne.

Ulrich Berger als Vorsitzender des Bildungs- und Sozialausschusses begrüßte den Neubau als Stätte der Weiterbildung. Man plane jährlich etwa 130 Seminarveranstaltungen. Bisher seien diese in etwa 40 Hotels und Akademien durchgeführt worden. Der Neubau sei also schon aus diesen Gründen erforderlich gewesen.

Grußworte sprach auch Dipl.-Ing. Architekt Dieter Krüger, der betonte, daß man schon elf Monate nach der Planung den Grundstein legen könne. Um die Landschaft nicht zu zerstören, habe man die lockere Bauweise geplant. Auch brauchten nur die Obstbäume entfernt zu werden. Dafür werde aber später der ganze Baukomplex eingegrünt.

Bürgermeister Günter Hank freute sich bei der Grundsteinlegung, daß Königswinter zwar keine Universitätsstadt sei, dafür aber stolz ist auf zahlreiche Bildungsstätten in ihren Mauern, angefangen vom Adam-Stegerwald-Haus über das Haus Schlesien bis zum jetzigen Bildungszentrum des Deutschen Beamtenbundes, mitten im Herzen der Stadt gebaut."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 25 vom 24. Juni 1983 (Text)
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter (SZ) / Verein Gutenberghaus Bad Honnef (Fotos) zum Bericht: Von Bauantrag bis Fertigstellung: Hier klicken
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