Aufnahme: 1983

Der Petrus ist wieder da

Petrusbildstock wieder vollständig.

" Das ist heute ein Freudentag für den ganzen Ort und besonders für den Heimatverein." Das sagte der Vorsitzende des Heisterbacherrotter Heimatvereins Hans Wiesmann am Petrusbildstock im Fronhofgelände, der nach der Wiederbeschaffung der Petrusstatue wieder im alten Glanz erstrahlt. Die Petrusfigur war bekanntlich Ende des vorigen Jahres gewaltsam aus dem Bildstock entfernt worden. Das Gitter fand man im Fronhofweiher wieder und die Figur wurde in einer Höhle im Siebengebirge wiedergefunden. Sie war allerdings beschädigt und mußte restauriert werden. Der Petrusbildstock besteht seit dem Jahre 1790. Doch ab 1971 hat er ein bewegtes Dasein hinter sich. Erstmals wurde die Figur 1970 gestohlen und kam nie wieder zum Vorschein.

Der Bildstock verfiel damals ohne die Figur immer mehr. Bürgermeister Günter Hank stiftete dann wenige Jahre später einen neuen Petrus und der Bildstock wurde neu hergerichtet. Doch nur zwei Jahre konnten sich die Heisterbacherrotter und die Besucher des Parkgeländes an ihm erfreuen und Fürbitte erbeten. Denn 1977 fiel in einem Sturm eine dem Heiligenhäuschen nahe stehende kranke Kastanie um und zerstörte den Bildstock, wobei der 'Petrus' jedoch 'unverletzt' blieb. 1978 wurde wieder aufgebaut, doch es dauerte nicht lange bis Rowdys am Werk waren. 1980 übergossen sie den Bildstock mit Teer und Öl. Heisterbacherrotter Bürger beseitigten die Schäden.

Hans Wiesmann bat jetzt alle Bürger, die Zeugen der Vergangenheit, wozu auch dieser fast 200-jährige Bildstock gehört, in Ehren zu halten. Er rief zugleich alle Bürger auf, ein wachsames Auge, auch in den Abend- und Nachtstunden, auf den Bildstock zu richten, damit solche Untaten wie in den letzten Jahren nicht wieder vorkommen. Um den Wiederaufbau des Bildstockes haben sich vor allem Peter Vollmer, Christian Otto, Josef Wallau und Peter Henseler verdient gemacht. Zur Verschönerung der Anlagen rund um den Bildstock stiftete die Baumschule Radermacher 65 Rosenstöcke. Der Bildstock ist zwar Eigentum der Stadt, die aber die Unterhaltung und die Restaurierung aus Kostengründen nicht auf sich nehmen kann. Dem Heimatverein sprach daher Hans-Willi Gathen vom Garten- und Friedhofsamt den Dank der Stadt aus. Er würdigte vor allem die spontane Hilfsbereitschaft der Bevölkerung."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Ausg. Nr.20 vom 20. 05.1983
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller/Winfried Görres
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Denkmäler Vereine Heisterbacherrott
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