Aufnahme: 1983
Siebengebirgsabend auf Gut Buschhof
"Am 23. und 24. Februar fand in Bonn die erste Sitzung des Deutschen Fremdenverkehrsverbandes seit dem Umzug von Frankfurt/M. nach Bonn statt.
Aus Anlaß dieser Tagung veranstaltete die Stadt Königswinter in Zusammenarbeit mit verschiedenen ortsansässigen Fremdenverkehrsunternehmen am 23. Februar im Festsaal des Gutes Buschhof in Thomasberg einen 'Siebengebirgsabend'. Gast dieser Veranstaltung war Bundesminister Dr. Werner Dollinger. Der Geschäftsführer des Deutschen Fremdenverkehrsverbandes (DFV), Marco Graf von Schlippenbach, dankte in einem in herzlichen Worten gehaltenen Schreiben Stadtdirektor Franz Josef Schmitz für die Einladung, gleichzeitig auch im Namen des Verbandspräsidenten, Staatsminister a. D. Dr. Rudolf Eberhard.
Das Programm des Abends auf Gut Buschhof wurde von der Stadt Königswinter gestaltet, die auch die Kosten für das Kalte Büffet übernahm. Finanziell beteiligten sich an der Gestaltung des 'Siebengebirgsabends' ferner die Königswinterer Bergbahnen, der Wirteverband der Stadt Königswinter, die Motorschiffahrt Königswinter sowie der Inhaber der Nibelungenhalle am Drachenfels. Eingeladen waren ferner die Vorsitzenden der im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen sowie der Vorsitzende des Fremdenverkehrsausschusses.
Zur musikalischen Unterhaltung spielten die Heisterbacherrotter 'Bergklänge' auf. Die 'Stadtgarde' Königswinter stellte sich mit Tanzdarbietungen vor, es folgte ein Auftritt der Rauschendorfer 'Los Companeros'.
Im Laufe des Abends wurden die Gäste auch über das touristische Angebot der Stadt Königswinter informiert. Bürgermeister Günter Hank begrüßte die Fremdenverkehrsfachleute 'in der größten Stadt am Siebengebirge und der schönsten Stadt im Rheinland'. Dem Minister und seiner Begleitung überreichte Hank nach seiner launigen Rede je ein Paket mit flüssigem Dollendorfer Rebengewächs.
Bürgermeister Hank begrüßte den Umzug der Fremdenverkehrsorganisation von Frankfurt nach Bonn, würde doch dadurch das Verhältnis des Verbandes mit dem Ausflugsgebiet des Siebengebirges noch wesentlich verbessert. Hank stellte dem bayerischen Bundesminister das Siebengebirge als die 'Rheinischen Alpen' vor. Gleichzeitig wußte der Bürgermeister aber auch zu berichten, daß viele Jahre das Rheinland von bayerischen Kurfürsten regiert worden sei.
Doch so ganz ohne Hintergedanken habe man den Minister nicht eingeladen. Denn nach der Vollendung des Jahrhundertbauwerkes, der neuen B 42, solle er dafür sorgen, daß baldigst auch die Südtangente, die Bonn mit der rechtsrheinischen Autobahn verbindet, als eines der kommenden wichtigsten Straßenbauwerke begonnen wird. Ansonsten befürchte man ein Verkehrschaos auf der L 331 zwischen Königswinter und Ittenbach. Als Belohnung würde dann der Minister zu den Winzerfesten eingeladen."
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