Großer Bahnhof für Hermann-Josef Henseler

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1983

Großer Bahnhof für Hermann-Josef Henseler

"Der Bau des schmucken DRK-Heimes in Thomasberg war die bisherige Krönung seiner DRK-Laufbahn. Und dorthin lud das DRK zur Feierstunde ein, um Hermann-Josef Henseler zu ehren. Stadtdirektor Schmitz, zugleich auch Vorsitzender des DRK-Stadtverbandes Königswinter, hatte die ehrenvolle Aufgabe, Hermann-Josef Henseler mit der höchsten Auszeichnung, die das Deutsche Rote Kreuz zu vergeben hat, dem DRK-Ehrenzeichen, auszuzeichnen.

In seiner Laudatio betonte der Stadtdirektor, daß sich Hermann-Josef Henseler schon von frühester Jugend an große Verdienste um das Rote-Kreuz-Wesen erworben habe. Bereits mit 19 Jahren verschrieb er sich dem Roten Kreuz und trat damals der Ortsgruppe Oberkassel bei. Doch als bei der kommunalen Neuordnung 1969 Oberkassel nach Bonn eingemeindet wurde, gründete er in seinem Heimatort Heisterbacherrott eine neue DRK-Bereitschaft, deren Leitung er übernahm und die inzwischen auf 36 aktive Helfer angewachsen ist. In späteren Jahren übernahm Henseler auch die Aufgabe eines Stadtbereitschaftsführers von Königswinter. Schmitz: 'Hermann-Josef Henseler fühlt sich der Idee des Roten Kreuzes verbunden. Sein ganzes bisheriges Leben hat er in den Dienst des Humanismus und des Menschen gestellt. All seine Fähigkeiten und Talente gelten nur der guten Sache.'

1962 besuchte er die Landesschule des DRK und erwarb den Lehrschein in der Erste-Hilfe-Ausbildung. Seitdem hat er in mehr als 100 Kursen fast 2000 Menschen für das DRK ausgebildet. Seit 1966 ist er Lehrscheininhaber für 'Sofortmaßnahmen am Unfallort'. Henseler ist auch in mehreren Ausschüssen des DRK tätig. 1978 übernahm er zusätzlich die Leitung des Betreuungszuges sowie des Katastrophenzuges, er wirkt im Vorstand des DRK-Kreisverbandes mit und gehört seit 1979 auch dem Vorstand des Stadtverbandes an. Schmitz: 'Und das alles ohne jede Vergütung. Er gibt damit ein Beispiel für mitmenschliche Zusammenarbeit und für bürgerschaftliches Verantwortungsbewußtsein. Wir haben den Jubilar auch in der Zukunft noch nötig. Die Urkunde zum Ehrenzeichen ist unterzeichnet vom Präsidenten des DRK, Prinz zu Sayn-Wittgenstein. Schmitz überreichte namens des Stadtverbandes noch ein 'flüssiges Geschenk'.

Kreisbereitschaftsführer Herbert Schwipper überbrachte die Glückwünsche von 1100 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und gratulierte auch zum Silbernen Jubiläum, denn am 11. Januar 1958 bat Henseler um die Aufnahme im DRK. Er heftete Henseler die Verdienstnadel an den Rockrevers und überreichte ihm als Geschenk einen Heimatbildband.

Für den Bürgerfestausschuß Heisterbacherrott sprach Hans-Willi Gathen, und die Glückwünsche des Lemmerzwerkes, wo Henseler seit fast 30 Jahren beschäftigt ist und seit 17 Jahren hauptamtlich Sanitäter ist und Werksangehörige ausbildet, sprach der Sicherheitsingenieur Rudolf Scheffler aus. Fritz Bellinghausen überreichte namens der Kochgruppe des DRK, die auch das Kalte Buffet zubereitet hatte, einen riesigen Schinken.

In seinen Dankesworten versprach Henseler, auch weiterhin dem DRK die Treue halten."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 20 vom 20. Mai 1983
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Gruppen Heisterbacherrott
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