25 Jahre Skiclub Thomasberg

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1980

25 Jahre Skiclub Thomasberg

"'Liebe Freunde der weißen Piste.' So begrüßte Bürgermeister Günter Hank die Mitglieder des Skiclubs Thomasberg, die am Wochenende das 25-jährige Bestehen ihres Clubs mit einem Festkommers in der Gaststätte Otto feierten. Bürgermeister Hank zeigte sich stolz darüber, daß es in der Stadt Königswinter auch einen Skiclub gibt. Er habe mal in den Annalen des Skisports geblättert und dabei festgestellt, daß man einen Rheinländer als verrückt erklärt habe, der vor 100 Jahren habe Skifahren wollen. Und ein Tiroler Bauer hätte auch nur Ski gefahren, wenn er im Herbst eine Kuh auf der Alm vergessen hätte. Und vor 50 Jahren habe man im Rheinland auch noch keine Ski gekannt. In seiner Jugend sei man Schlitten gefahren mit den sogenannten 'Casseröllche' und gesteuert wurde mit 'Bunneröhm' (Bohnenstangen). Nun halte der Skiclub diesen modernen Sport auch im Siebengebirge hoch, wenn man auch zu Siegesläufen nach auswärts fahren müsse. Für den nächsten Winter wünschte er dem Skiclub ein bischen Schnee, nur ein bischen, weil er auch für die Königswinterer sprechen müsse, die dem Schnee nicht so freundlich gesonnen sind. Als Geschenk der Stadt hatte Bürgermeister Hank für jedes Jahr 10 Mark mitgebracht.

Geld für Schnee überreichte auch Richard Bellinghausen im Namen der Feuerwehr. Geldgeschenke überreichten auch Hans-Georg Gilka für den Bürgerfestausschuß, Ignaz Thomas für die Geehrten, Willi Schild für den Gemischten Chor, Franz-Wilhelm Unterstell für die Strücher Karnevalsgesellschaft als Nesthäkchen der Thomasberger Vereine, Knut Inderfurth für den TuS Thomasberg-Ittenbach und schließlich noch Herbert Losem.

Die Grüße und Glückwünsche des Westdeutschen Skiverbandes überbrachte Vorstandsmitglied Herbert Hartmann, der die Aktivität des Thomasberger Skiclubs lobte, aber eine noch stärkere Jugendarbeit wünschte. Zum Jubiläum hatte er einen silbernen Ehrenteller mitgebracht, den er dem Vorsitzenden, Heinz Knüttgen, überreichte. 'Bereits 1957 wurde der Skiclub für tot erklärt, mangels Schnee im Siebengebirge. Doch wir leben, wachsen, blühen und gedeihen auch 23 Jahre nach der Toterklärung immer noch.' An Bürgermeister Hank richtete Knüttgen die Bitte, doch, wenn es einmal in unseren heimischen Gefilden schneien sollte, einen Königswinterer Esel als Lift nach Thomasberg zu schicken.

Knüttgen ehrte zu Beginn des Festabends die noch lebenden Initiatoren des Skiclubs: Ignaz Thomas, Heinrich Langenfeld und Josef Otto. Er überreichte ihnen eine Holzplakette mit dem Wappen der Skisportler. Josef Otto erhielt die Auszeichnung bereits zu Hause, da er zur Zeit des Festaktes mit der Bäcker-Innung in Zürich weilt. Aus Zürich hatte er ein Grußtelegramm gesandt. Mit dieser Plakette überraschte Knüttgen auch Herbert Hartmann vom Westdeutschen Skiverband. Einen Blumenstrauß überreichte Knüttgen Helene Thomas als an Mitgliedsjahren älteste Frau."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 17 vom 25. April 1980
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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