50 Jahre DRK-Zug Heisterbacherrott

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1979

50 Jahre DRK-Zug Heisterbacherrott

"Henry Dunant, der Vater der Genfer Konventionen und Gründer des Roten Kreuzes, gab im Jahre 1859 den Anstoß zur Gründung einer Bewegung, die heute in der ganzen Welt bekannt ist. Die Grundsätze dieser Institution der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft gaben genau 70 Jahre später, im April 1929, fünf Männern unter der Führung von Engelbert Henseler und Josef Knebel den Anstoß, die DRK-Bereitschaft Oberkassel zu gründen.

Schnell waren es elf DRK-Mitglieder geworden. Sie versahen unter der Leitung ihres ersten Bereitschaftsführers, Engelbert Henseler, Sanitätsdienste, hauptsächlich auf den Sportplätzen der näheren Umgebung.

50 Jahre danach feierte der Bereitschaftszug Heisterbacherrott, in Abänderung der ersten Namensgebung, sein goldenes Jubiläum.

'Mit Stolz und innerer Genugtuung können die Angehörigen der Bereitschaft auf ihre Leistungen in den vergangenen 50 Jahren zurückblicken', betonte Bürgermeister Günter Hank in seiner Glückwunschansprache. Er sprach nicht nur den Glückwunsch des Rates und der Verwaltung aus, sondern dankte auch den vielen Helfern dieser Institution für ihren uneigennützigen Einsatz. Gerade vor 50 Jahren, so Hank, habe eine schlechte Zeit für unser Land begonnen. Und da wäre es nicht zu verdenken gewesen, wenn jeder nur an sich gedacht hätte. Doch in Heisterbacherrott habe es Menschen gegeben, die bereit waren, anderen zu helfen. Dem Bereitschaftsführer überreichte er einen Geldbetrag und der Verlobten des Zugführers, Marita Steeg, stellvertretend für alle Frauen der DRK-Männer einen Blumenstrauß.

Vizelandrat Fritz Becker wies in seiner Glückwunschansprache auf den Wert und die Bedeutung des Roten Kreuzes hin. 50 Jahre sei ein stolzes Jubiläum, besonders im ehrenamtlichen Dienst. 'Beim heutigen technischen Fortschritt hängt ein Menschenleben oft an einem dünnen Faden. Und diese Menschen zu retten, haben Sie sich zur Aufgabe gestellt. Das Rote Kreuz ist aus Heisterbacherrott und aus der dörflichen Nächstenliebe nicht mehr wegzudenken.'

Die Glückwünsche des Kreises überbrachte Kreisrechtsoberrat Karl Kreuzberg.

Stadtwehrführer Theo Lämbgen dankte für die stets gute Zusammenarbeit zwischen dem DRK und der Feuerwehr und überreichte für die Kameradschaftskasse eine finanzielle Spritze. Fast alle übrigen Gratulanten sprachen ihre Glückwünsche ebenfalls mit Geldgeschenken aus.

Die weibliche Bereitschaft ließ ihre Glückwünsche durch die Vorsitzende Betty Landwehrs aussprechen.

Namens aller Ortsvereine entbot Bürgerfestausschuß-Vorsitzender Karl-Heinz Wijbenga die herzlichsten Grüße und Glückwünsche: 'Es geziemt sich an einem solchen Tage, den führenden Männern des DRK-Zuges, die ihre ganze Kraft einsetzen, ein herzliches Wort des Dankes zu sagen.' Wijbenga verband damit den Dank für die in den vergangenen Jahrzehnten geleistete Arbeit in den Ortsvereinen und die immer wieder bewiesene Einsatzbereitschaft und den guten Gemeinschaftsgeist, der diesen DRK-Zug auszeichne.

Weitere Gratulanten: Fritz Müller für alle ortsansässigen CDU-Ratsmitglieder, Hans Wiesmann für die CDU, Franz Müller für den Sportverein, Hans-Georg Gilka für den Bürgerfestausschuß Thomasberg, Rektor Karl-Ernst Stangen für die Schule und Karl-Heinz Seger für die SPD.

Hermann Josef Henseler zu den vielen Geldspenden: 'Mit diesem Geld werden wir notwendige Anschaffungen machen, von Ihnen für Sie.'

Im Mittelpunkt des Festabends stand die Ehrung der beiden noch lebenden Gründermitglieder Engelbert Henseler und Josef Knebel. Letzterer erhielt die goldene Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes, da er als Gründer heute noch aktives Mitglied ist. Engelbert Henseler wurde mit einem Frühstückskorb geehrt. Zudem wurde ihm der Dankorden des Bürgerfestausschusses überreicht. Die Ehrungen nahmen DRK-Kreisvorsitzender Ditz, Kreisbereitschaftsführer Herbert Schwipper und Bereitschaftsführer Hermann-Josef Henseler vor. Den Jubilaren wurden auch noch Buchgeschenke und ihren Frauen Blumenangebinde überreicht.

Helmut Olbrück erhielt für 25jährige aktive Mitgliedschaft die Verdienstmedaille des Landes NRW. Außerdem wurden 13 Mitglieder für fünf- und ein Mitglied für zehnjährige Mitgliedschaft mit der Auszeichnungsspange geehrt.

Die Chronik verlas Helmut Brassel. Umrahmt wurde die Feierstunde durch Musikdarbietungen des Musikzuges 'Bergklänge'.

Auf die weiteren Feierlichkeiten des dreitägigen Jubiläumsfestes kommen wir in der nächsten Ausgabe in Wort und Bild noch zurück."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 18 vom 4. Mai 1979
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Gruppen Heisterbacherrott
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