Abgebildete Personen
Aufnahme: 1978 (2)
Tennisjugend von Gut Buschhof vor dem Weißen Haus in Washington
Tennisjugend zu Besuch in Amerika
"Unvergesslich bleibt für 23 Jugendliche des Tennisclubs Grün-Weiß Gut Buschhof die 14tägige Amerikafahrt, die sie auf Einladung des Vereins-Präsidenten Gerhard Mertins im Juli unternahmen. Erinnerungen wurden wieder lebendig, als sich die jugendlichen Tennisfans mit ihren Eltern im Privathaus Mertins im Buschhof trafen, wo Filme und Dias aus Amerika gezeigt wurden.
Die Fahrt war unbeschreiblich schön, obwohl bereits der Hinflug ab Frankfurt mit einem Hindernis begann. Wegen eines Sandsturms in Dubai traf die Maschine mit fünfstündiger Verspätung in Frankfurt ein. Nach einer Zwischenlandung in der Seine-Metropole ging es dann endlich über den 'großen Teich' in die Neue Welt.
Auf dem Flughafen in New York empfing Gerhard Mertins die Reiseschar. Bereits am Abend noch wurde ein Bummel über den weltberühmten Broadway unternommen. Dabei gewann man erste, allerdings auch gemischte Eindrücke von der Neunmillionenstadt.
Der folgende Tag sah eine fünfstündige Stadtrundfahrt vor. Dabei wurde das Empire State Building, die Freiheitsstatue, die Wall-Street, Chinatown, der Central-Park und das Uno-Gebäude besichtigt. Abends trafen die Jugendlichen aus dem Siebengebirge bei Familie Mertins in Alexandria ein, dem 'Hauptquartier' des Aufenthaltes in den USA.
Washington bei Nacht war ein großartiges Erlebnis. Majestätisch erleuchtet präsentierten sich das Capitol, das Washington- und das Lincoln-Denkmal und das Weiße Haus.
Bei einer festlichen Abendveranstaltung wurden engere Kontakte zu amerikanischen Besuchern geschlossen. In Williamsburg erfuhren die Jugendlichen, wie die Amerikaner in der Pionierzeit gelebt haben. Dort war ein ganzes Dorf naturgetreu im alten Kolonialstil aufgebaut. Handwerker in Originalkostümen zeigten, wie und mit welchen Hilfsmitteln anno dazumal gearbeitet wurde.
Auch die Besichtigung des Pentagon stand auf dem Plan. Und ein Referent erklärte bei einem Besuch des State Departements, wie die Amerikaner ihre Verwaltungsprobleme meistern. Aus 150 Meter Entfernung sahen die jugendlichen Sportler den US-Präsidenten Jimmy Carter, als er nach Bonn abflog.
Während des umfangreichen Zwei-Wochen-Programms wurde auch ein Fernsehstudio und die 'Washington Post', die angeblich größte Zeitung der Welt, besichtigt. Hier bewahrte die deutsche Reisegruppe die amerikanische Öffentlichkeit vor einer Falschmeldung. Auf einem just eingegangenen upi-Bild war ein für sie unbekannter Mann zu sehen. Die amerikanischen Reporter schrieben als Bildunterschrift: Bonns Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels. Doch der war es nicht.
In Annapolis bekam man einen Einblick in die Ausbildung und das Leben von angehenden Seeoffizieren.
Zum Abschied hatten die Tennissportler aus dem Siebengebirge ihre Gastgeberfamilien zu einem gemütlichen Abend eingeladen. Bevor es aber endgültig Abschiednehmen hieß, wurden als gelungener Höhepunkt noch die Niagara-Fälle besucht. Der Rückflug verlief wieder mit allerhand Schwierigkeiten: Sieben Stunden Aufenthalt in New York, sechs Stunden in Paris. Ein komplettes Triebwerk musste ausgetauscht werden. Erst nach 33 Stunden kam man wieder am Clubhaus an."
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