Zünftiges Oktoberfest in Thomasberg

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1977

Zünftiges Oktoberfest in Thomasberg

"'Angezapft wird's.' So eröffnete Bürgerfestausschußvorsitzender Hans-Georg Gilka, Stadtverordneter, das 9. Oktoberfest im September des Thomasberger Bürgerfestausschusses im Zelt.

Bürgermeister Günter Hank hatte zum achten Male hintereinander die Aufgabe, das erste Faß anzuzapfen, was ihm auch ohne Spritzer gelang. Meinte Gilka: 'Diesmal werden wir also nur von innen naß.'

Hilfreich zur Seite stand dem ersten Bürger der Stadt sein 'Gehilfe', Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz. Beide waren in zünftiger Kellermeistertracht auf die Bühne gekommen, wo Hank den goldenen Zapfhahn einschlug und das erste Riesenglas zapfte, wobei er allerdings mehr Schaum als den begehrten Gerstensaft im Glas hatte.

Einen besonderen Willkommensgruß richtete der Festausschußvorsitzende Gilka an Pfarrer Herbert Riem, Verkehrsamtsleiter Heinz Hoffmann und die Stadtratsmitglieder.

Die Musikanten der Kapelle aus Dietmannsried im Allgäu unter der Leitung von Alois Greipel ließen die Herzen der Besucher höher schlagen. 40 Musikanten spielten zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Mit ihren Klängen ließen sie das wohlgelungene Oktoberfest wieder recht zünftig werden. Sie sorgten dafür, daß sich wieder viele Paare auf dem Parkett im Tanze drehten. Zu Beginn des Abends spielten auch die Musikanten des Thomasberger Tambourkorps auf.

Hans-Georg Gilka überreichte dem Dirigenten der Dietmannsrieder Kapelle für die Brotzeit einen holzgeschnitzten Brotteller. Bürgermeister Hank hatte für die Musikanten aus dem 'schwarzen Erdteil' (Bayern) einen silbernen Bierseidel mit dem Wappen der Stadt mitgebracht.

Dem weltlichen Fest ging ein Gottesdienst voraus. Der Thomasberger Kirchenchor und die Ittenbacher Bläser führten die Deutsche Messe auf. Der Toten und Gefallenen wurde am Ehrenmal gedacht.

Sonntagmorgen spielten die 'Edelweiß Buam', das Thomasberger Tambourkorps und die Rheinland Fanfaren aus Hersel auf. Für das leibliche Wohl war an den Festtagen genügend vorgesorgt.

Damen und Herren der Thomasberger Vereine fungierten als Kellnerinnen und Kellner, teilweise in zünftiger Tracht. Zur späteren Stunde waren die beiden Bars im Festzelt ständig umlagert."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 39 vom 30. September 1977
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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