Abgebildete Personen
Aufnahme: 1976
Selbst Bayern kamen zum 8. Oktoberfest
"Selbst Gäste aus dem bayerischen Nürnberg waren gekommen, um im rheinischen Thomasberg ein Oktoberfest zu feiern. Außer diesem Besuch aus dem Süden galt der besondere Gruß des Bürgerfestausschuß-Vorsitzenden Hans-Georg Gilka dem Sprecher der CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Schäfer, und einer Abordnung der bayerischen Landesvertretung in Bonn.
Schier endlos war die Liste der Ehrengäste, die alle von Gilka beim 8. Oktoberfest im Herzen der Stadt Königswinter begrüßt wurden. Einen besonderen Willkommensgruß richtete er an Pfarrer Herbert Riem, Bürgermeister Günter Hank, Landrat Dr. Franz Möller, Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz, Verkehrsamtsleiter Heinz Hoffmann, Kämmerer Scharrenbroich, Bürgermeisterin Margarethe Hiersemenzel sowie an viele Kreistags- und Stadtratsmitglieder und an die Deutsche Meisterin im 10000- und 3000-Meter-Lauf, Irene Schneider. Sie alle begrüßte Gilka mit der Anrede 'Liebe Oktoberfestler'.
Die Musikanten der Kapelle 'Melodie & Rhythmus' aus Forchheim unter der Leitung von Max Härtel, bereits im vorigen Jahre in Thomasberg, ließen wieder die Herzen der über 1.000 Besucher höher schlagen und das gelungene Oktoberfest des Bürgerfestausschusses wieder recht zünftig werden. Sie sorgten dafür, daß sich wieder viele Paare auf dem Parkett im Tanze drehten. Sie brachten so viel Schwung ins große Zelt, daß es keinen auf dem Stuhl hielt. Bereits vor der offiziellen Eröffnung herrschte eine tolle Stimmung. Dafür sorgte Max mit seinen 'Buam'.
Neben der Kapelle wartete zu Beginn des Abends ein Faß Bier darauf, von Landrat Dr. Franz Möller angeschlagen zu werden. Als es so weit war, assistierte ihm dabei Bürgermeister Hank. Doch Landrat Dr. Möller hatte Ahnung davon. Es ging alles ganz glatt vonstatten. Kein Tropfen ging verloren.
Dann prosteten die 'Oberen' des Kreises und der Stadt, umgeben von drei hübschen Thomasbergerinnen im Bayernlook, der Menge zu.
Thomas Berg (Dr. Mohr) hatte für das Oktoberfest ein Strücher Heimatlied geschaffen, das er in Begleitung der Kapelle vortrug. Das Lied erlebte somit seine Erstaufführung. Gilka bat den Texter, weitere schöne Lieder von Thomasberg zu verfassen, 'denn über Thomasberg gibt es immer was zu dichten'.
Bürgermeister Hank erklärte, daß er trotz Umleitungen zum Festzelt gefunden habe. Doch die Thomasberger sollen froh sein, daß gebuddelt wird, denn das Geld, was in die Erde gesteckt werde, halte wenigstens 50 Jahre. Hank sprach dann den Organisatoren dieses Festes seinen Dank aus, besonders den Damen, die den Käse geschnitten, die Frikadellen gemacht und die Gurken geputzt hätten. Zum Gaudi der vielen Oktoberfestfreunde dirigierten Hank, Schmitz und Dr. Möller die Kapelle, und das noch nicht einmal so schlecht.
Zum Oktoberfest hatte der Bürgerfestausschuß auch eine Getränkekarte herausgegeben. So gab es Rhein-, Rheinhessen- und Moselwein, die Flasche zwischen DM 10,— und DM 16,—, Sekt zwischen DM 4,— und DM 18,— und 'a Moaß' für DM 1,60.
Auch Sonntagmorgen spielten die Musikanten aus Forchheim zur Freude der Besucher auf. Auch die einheimischen Tambouristen spielten auf. Ein Ohren- und Augenschmauß waren die Darbietungen der Re-Top-Band aus Remagen, 150 Tänzerinnen, Majoretten und Musikanten.
Der Kapelle 'Melodie & Rhythmus' überreichte Bürgerfestausschuß-Vorsitzender Gilka im Auftrage von Bürgermeister Hank einen kupfernen Teller. Als Gegengeschenk überreichten die Musikanten einen großen Weinpokal.
Im übrigen war für das leibliche Wohl genügend vorgesorgt. Damen und Herren des Bürgerfestausschusses betätigten sich als Kellnerinnen und Kellner. Die beiden Bars waren ständig umlagert."
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