Aufnahme: 1976
Rudi und Ulla regieren in Heisterbacherrott
Afrikanischer Botschafter bei Prinzenproklamation zu Gast
"Stimmung, Jubel, Trubel, Heiterkeit, herrschte beim 'Lichtenbergs Pitter' bei der großen karnevalistischen Sitzung des TuS Siebengebirge, verbunden mit der Prinzenproklamation.
Als neuer Sitzungspräsident fungierte gekonnt Erich Steffes. Einen begeisterten Empfang boten die vielen Närrinnen und Narren dem Exprinzenpaar und dem neuen Tollitätenpaar Rudi II., genannt 'Prinz der Bärtige', und Ulla II. (Ehepaar Walbrunn). Blümchenwerfend zogen sie in den festlich dekorierten Saal ein. Begleitet wurden sie von dem einheimischen Musikzug 'Bergklänge', der gleich ein erstes Ständchen dem Prinz und Ihrer Lieblichkeit brachte.
Dankesworte wurden an die Extollitäten gerichtet, Blumen gab es für die Prinzenpaare 1975 und 1976 und ein wahrer Ordensregen ergoß sich auf die gekrönten Häupter sowie auf die verdienten Karnevalisten. Rudi und Ulla werden während der närrischen Zeit von Manfred und Hanni Schön sowie Hans und Hildegard Hahn als Hofstaat begleitet.
In seiner Regierungserklärung forderte Rudi II. alle seine närrischen Untertanen auf, genügend mit Alkohol zu gurgeln, um bis zum Aschermittwoch gegen Grippe gefeit zu sein. Zur Lieblingsbeschäftigung der 'Judas-Thaddäus-Männer' soll das Thekenstehen beim Pittermann werden. Natürlich soll auch eifrig gebützt werden. Rudi II. forderte weiter eine Verbrüderung der Ledderköpp und der Strücher.
Zu den Gratulanten des neuen Prinzenpaares gehörte auch Königswinters Stadtoberhaupt Günter Hank.
Hohen Besuch hatten die Ledderköpp durch die Anwesenheit des lybischen Botschafters in der Bundesrepublik. Franz Müller, der TuS-Vorsitzende, entbot dem afrikanischen Gast einen besonderen Willkommensgruß.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Als 'Tolle Bohne' kam Hella Kessel in die Bütt, ihr folgte als 'Kesses Knäblein' Hans-Erich Arzdorf. 'Zwei tolle Brüder' waren Klaus und Peter Weiß. Aus Bergheim an der Erft kam Helmut Arnzt als 'Brillenschlange'. Fredy Nohl begeisterte als 'Sonnyboy vom Rhein'. Er kam aus Siegburg nach Heisterbacherrott geeilt. Weiter glänzten die 'Drei Höötcher' aus Bad Godesberg, Franz-Josef Brück aus Köln als 'De Hubäät' und die beiden kölsche Lotterboove. Für sie alle erklang oftmals der Heisterbacherrotter Schlachtruf 'Quietsch fidel'. Nicht minder aber auch für Dieter Rechmann und Tochter Ilona aus Rhöndorf für ihren Schlager vom Kribbelekrabbele", die Bläserfreunde aus Niederdollendorf, die Beueler Stadtsoldaten und das Fanfarenkorps 'Rot-Blau Auelgau', die Selhofer Rasselbande mit Uschi Brodesser, das ortseigene Damentanzkorps unter Hedi und Hubert Stock, das Tanzkorps 'Westerwaldsterne' aus Uckerath und das 'Harmonica-Orchester' aus Dollendorf.
Erst weit nach Mitternacht ging die Supershow zu Ende."
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