Abgebildete Personen
Aufnahme: 1976
Vierstundenshow der Thomasberger Jecken
. . . und anschließend Tanz bis in den Morgen
"Das war Karneval nach echt Strücher Art. Heiterkeit war Trumpf im 'Thomasberger Hof'. Bürgermeister Hank bezeichnete die Stätte als 'Thomasberger Aula' und erntete für diese Bemerkung Gelächter. Doch, so meinte er mit Recht, würde in diesen alten oder älteren Sälen urwüchsigerer Karneval gefeiert als in modernen Lokalitäten.
In Begleitung des Tambourkorps betrat der Elferrat mit Präsident Helmut Melder an der Spitze die närrische Bühne.
Das Thomasberger Tambourkorps trat in der Kostümierung als Strücher Bäckerjungen auf. Rechts vom Elferrat hatten die Damen des Komitees Platz genommen.
Präsident Melder kassierte laufend Hausorden. Dafür revanchierten sich die Damen mit einer Runde Bützchen bei den Kölner 'Böschräubern'. Diese beiden köstlichen Kölner Originale waren einer der Höhepunkte der Sitzung. Unter anderem sangen sie 'Gib mir ein Küßchen mitten aufs Schnüßchen'.
Die erste Rakete gab es für Selhofs kleine 'Rasselbande'. Jüngster der Truppe war der zweijährige Laternenträger.
Begeistert begrüßte Gäste waren Marlene und Erich Westhofen, das Pleeser Prinzenpaar, die die Strücher unter ihre Regentschaftsfittiche nahmen, nachdem das Heisterbacherrotter Prinzenpaar nicht kommen konnte, da es an diesem Abend erst proklamiert wurde.
Westhofen brachte kuriose Dinge aus Thomasberg zur Kenntnis und ließ in heiterer Form auch die anwesenden Ratsmitglieder Hans-Georg Gilka, Herbert Losem und Tina Arndt nicht ungeschoren, ehe er sich mit Prinzenorden für die freundliche Aufnahme bedankte.
Weiter ging es in jecker Tonart: In Hochform Hans Nickolaus in der Bütt, Oberkassels Tanzgruppe wirbelte über die Bühne, Ferdi Nohl brachte als 'Sonnyboy vom Rhein' den Saal zum Schunkeln und Bürgermeister Hank, der die Grüße des Rates und der Verwaltung überbrachte, bezahlte den ihm verliehenen Orden mit einem Geldbriefchen für Kamelle.
Die nächste Rakete galt den Lokalmatadoren, den Thomasberger Bergvagabunden, vom Präsidenten als 'Schutztruppe des Siebengebirges' angekündigt.
Den närrischen Reigen setzten die 'Vier Asse und ein Joker' mit köstlichen Parodien fort, in der Bütt die 'Zwei Bedrööfte', Willi Esser und Oelinghovens Mädchen mit einer sehenswerten Schau. Schließlich sorgte das 'Hofballett', gestellt vom Damenkomitee 'Grün-Weiß-Fidel', als 'Seemänner mit Kapitän' für eine heitere Note.
Spitzenklasse war das Fanfarenkorps aus Wormersdorf. Es setzte mit excellenten Darbietungen einen effektvollen Schlußakkord, nachdem zuvor die Manolitos aus Bonn als echte Akrobaten die Bühne und die Herzen der Närrinnen und Narren erobert hatten.
Nach Schluß der gelungenen Sitzung kamen die Gäste zum Zuge: Nach den Klängen der Hans-Steinbach-Combo wurde getanzt bis in die Morgenstunden."
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