50 Jahre Feuerwehr Thomasberg

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Aufnahme: 1975

50 Jahre Feuerwehr Thomasberg

" 'Das Gefühl bürgerschaftlicher Mitverantwortung, das bei der Gründung der Feuerwehr Pate gestanden hat, hat die Mitglieder der Feuerwehr bis zum heutigem Tage nicht verlassen', betonte der amtierende Bürgermeister der Stadt Königswinter, Günter Hank, bei einem Festkommers anlässlich des 50-jährigen Jubelfestes der Freiwilligen Feuerwehr Thomasberg im Gasthaus Otto. Mit diesem Kommers wurde das dreitägige Stiftungsfest der Wehr eingeleitet.

In seiner Gratulationsansprache betonte Hank, dass die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr in den letzten Jahrzehnten, besonders in den letzten Jahren, durch die große Siedlungstätigkeit im Raume Thomasberg stark angewachsen seien. Der damit verbundenen größeren Verantwortung sei die Löschgruppe Thomasberg immer gerecht geworden. Er verband seinen Gruß zum 50-jährigen Jubiläum mit einem herzlichen Dank für die vielen Hilfeleistungen und den Schutz, den die Männer der Löschgruppe Thomasberg der Bevölkerung, oft unter Einsatz ihres Lebens, geboten hätten.

Als Geschenk hatte Hank Blumen und eine finanzielle Beihilfe mitgebracht.

Die Glückwünsche der Wehren innerhalb der neuen Stadt Königswinter überbrachte Stadtbrandmeister Willi Gassen. 50 Jahre lang haben alle Thomasberger Wehrkameraden allzeit Freizeit, Gesundheit und manchmal ihr Leben eingesetzt, wenn es galt, ihren Mitbürgern in Gefahr und Not beizustehen und zu helfen. Gassen betonte, dass durch den Zusammenschluss kleinerer Gemeinden zu Großgemeinden manche Veränderung auch für die Freiwilligen Feuerwehren zu verzeichnen gewesen sei. Jedoch könne sich niemand in unseren Stadtteilen die Löschgruppen wegdenken. Dank der Aufgeschlossenheit von Rat und Verwaltung der Stadt Königswinter sei die Freiwillige Feuerwehr durch ihre technische Ausrüstung stets in der Lage gewesen, ihrer Verpflichtung gerecht zu werden. Wörtlich meinte Gassen, der als Geschenk der Wehren ein Planspiel mitgebracht hatte: 'Möge ein guter Kameradschaftsgeist, aufbauend auf unserer Tradition, eine stetige Aufwärtsentwicklung der Feuerwehrgemeinschaft zum Wohle unserer schönen Heimatstadt bewirken.' Gassen wies darauf hin, dass durchschnittlich jeder Feuerwehrmann dreimal in der Woche seine Freizeit für die Wehr opfert.

Die Glückwünsche der Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Riem. Er betonte die Schnelligkeit der Wehr, die immer innerhalb weniger Minuten am Brandort sei. Kirche und Feuerwehr hätten etwas Gemeinsames. Die Kirche sorge für das seelische Wohl der Menschen und die Wehr behüte Hab und Gut der Mitbürger.

Für den Wasserbeschaffungsverband Thomasberg sprach der neue Vorsteher, Heinz Lindlar, die Glückwünsche aus. Er hatte Geld und Blumen als Geschenk mitgebracht.

Für Kreisbrandmeister Wilhelms war sein Stellvertreter Kerz erschienen. Er dankte für die geleistete Arbeit und die immer wieder bewiesene Einsatzbereitschaft dieser Wehr im Dienste der Allgemeinheit. Aufgabe und Ziel für die kommenden Jahre solle es sein, eine den veränderten Anforderungen entsprechende intensive Ausbildung zu betreiben. 'Möge die Bereitschaft dazu, dieses Helfenwollen und Helfenkönnen auch in Zukunft in dieser Feuerwehrgemeinschaft lebendig bleiben', betonte Kerz und überreichte zum Jubiläum dem Wehrleiter, Richard Bellinghausen, den Ehrenschild des Feuerwehrverbandes Rhein-Sieg.

Beigeordneter Erich Lichtenberg sprach in seiner Glückwunschansprache über die Zukunft und die Aufgaben der Feuerwehr und überreichte im Namen der Stadt und in Vertretung des Chefs der Stadtwehren, Stadtdirektor Schmitz, einen Kassettenrecorder.

Die Glückwünsche von Landrat Dr. Moeller und Oberkreisdirektor Kieras überbrachte der Feuerschutzbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Dr. Walter Kiwitt. Auch er betonte die Freiwilligkeit der Wehren und meinte, dass die Berufsfeuerwehr ohne die freiwilligen Helfer nicht alle Aufgaben bewältigen könne. Der Rhein-Sieg-Kreis hatte ebenfalls ein Geldgeschenk überreichen lassen.

Blumen und Geldgeschenke überreichten auch Wilhelm Schild für den Thomasberger Gemischten Chor, Heinz Knüttgen für den Skiclub, Eugen Koch und Hermann-Josef Mehren für das Tambourkorps Thomasberg und für die Feuerwehr Heisterbacherrott, Hermann-Josef Henseler für das DRK der Stadt Königswinter und Herbert Schwipper für das DRK Heisterbacherrott. Ein Wappen der ehemaligen Oberpleiser Amtswehr hatte Ehrenbrandmeister Heinrich Müllenholz als Geschenk mitgebracht. Knuth Inderfurth überbrachte eine Riesensparbüchse als Geschenk des TuS. Der Inhalt: 768 Groschen, pro Mitglied einen 'Löschgroschen'.

Oberbrandmeister Richard Bellinghausen bedankte sich für die vielen Glückwünsche und ehrte seinerseits Brandmeister Ferdinand Dahm, der seit 25 Jahren der Wehr angehört. Bellinghausen überreichte ihm einen großen Frühstückskorb.

Mit einem Bildgeschenk und einer 'flüssigen Freude' wurden auch die noch lebenden Gründermitglieder geehrt: Peter Huhn, Wilhelm Losem, Theodor Raths, Michael Zens, Adolf Röttgen, Ferdinand Schmidt  und Josef Willmeroth.

Dem Festkommers wohnten Abordnungen der Wehren aus dem ganzen Stadtgebiet und auch Kreistagsabgeordneter Josef Neuhöfer bei."

Foto oben: Oberbrandmeister Richard Bellinghausen ehrt  Brandmeister Ferdinand Dahm (links).

Foto unten: Die noch lebenden Mitgründer Wilhelm Losem, Josef Willmeroth, Michael Zens, Ferdinand Schmidt und Adolf Röttgen (von links nach rechts).

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 20 vom 16. Mai 1975
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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