Das "Weinseminar" beim Heimatverein

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1975

Das "Weinseminar" beim Heimatverein


Sie hatten sich versammelt zu löblichem Tun, die Heisterbacherrotter Heimatfreunde nämlich, als sie sich in stattlicher Zahl am 7. März im Saale des „Jägerhofes" einer Weinprobe unter der Anleitung des Weinbausachverständigen der Rheinischen Landwirtschaftskammer, Herrn Trierweiler, hingaben, Der Vorsitzende freute sich, feststellen zu dürfen, dass die Herren Johannes Herzog und Josef Schuchert vom Vorstand des Heimatvereins Oberdollendorf-Römlinghoven mit ihren Damen als Gäste mit von der Partie waren und damit bewiesen, dass die Heimatfreunde aus dem Tal denen hinter den Bergen allzeit treu zur Seite stehen, wenn es gilt, eine echte Leistung zu erbringen.

Dies forderte Klaus Trierweiler in der Tat, als er im Anschluss an einen interessanten Lichtbildervortrag über Rebkulturen und die auch heute noch recht harte Arbeit des Winzers durch charmante Damen des HVH (Anneliese, Hildegard, nochmals Hildegard und Renate) eine lange Reihe von Weinsorten verschiedenster Lagen des Siebengebirgsraumes und vergleichbarer Weine anderer Anbaugebiete wie Rheinhessen, Rheingau, Mosel, Saar-Ruwer, kredenzen ließ. Was dem Lerneifer der „Seminaristen" sichtlich zugute kam.

Aber nicht nur zu kosten, d. h, zu beschnuppern und dann zu schlürfen, zu süffeln oder zu „kauen" waren die guten und immer besser werdenden Tropfen. Sie sollten an Hand von großen Bewertungsbögen auch alle nach verschiedenen Kriterien (Klarheit, Farbe, Duft, Geschmack) mit exakter Punktwertung eingestuft werden. Mit wissenschaftlichem Ernst ging man „zur Sache". Der ging aber im Laufe des Praktikums und schon bald in muntere und recht aufgeräumte Stimmung über. Kein Wunder, es schmeckte, und gewaltig wuchs das Selbstgefühl, wenn man beim Vergleichen mit dem Prüfergebnis der amtlichen Kommission der Rhein. Landwirtschaftskammer nahe dran war oder sogar gleich getestet hatte. Prämiiert mit je einer Flasche edelsten Gewächses wurden die beiden besten, in „totem Rennen" eingegangenen Tester: Karl Kassiepe und Johannes Hahn. Deren Näschen und Weinzüngelcnen müsste man haben. 

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr.12. von 1975
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller / Winfried Görres
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Heisterbacherrott
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