Aufnahme: 1975
Musikanten aus dem schwarzen Erdteil spielten beim Oktoberfest in Thomasberg
"Musikanten aus Bayern, oder wie Hans-Georg Gilka humorvoll meinte, aus dem 'schwarzen Erdteil' eroberten sich die Herzen von weit über 1000 Besuchern im Sturm und ließen das wiederum gelungene Oktoberfest des Bürgerfestausschusses Thomasberg recht zünftig werden. Zwei Kapellen sorgten dafür, daß sich viele Tanzpaare auf dem Parkett drehten. Die 30-köpfige original Oktoberfestkapelle aus Lenggries unter der Leitung von Musikdirektor Max Biedermann und die 16 Mann starke oberfränkische Show-Band 'Melodie und Rhythmus', dirigiert von Max Hertl, brachten so viel Schwung ins große Festzelt, daß es keinen auf dem Stuhl hielt. Die beiden Maxe und ihre 'Buam' waren der Clou des Abends.
Zu Füßen der Kapelle wartete zu Beginn des Abends ein Faß Bier darauf, von Bürgermeister Hank angeschlagen zu werden. Als es soweit war, assistierte ihm dabei Landrat Dr. Franz Möller.
In seiner humorigen Art wies Hank auf die Hüte der Musiker mit den bunten Federn hin und meinte, die könne man auch im Rat der Stadt einführen: schwarze für die CDU, rote für die SPD, blaue für die FDP und für die UBG am besten keine. Als Hank im Bayern-Look und mit Lederschürze zum Anstich schritt, hatte er in der Eile die Farben verwechselt: Statt der schwarzen hatte er die roten Federn am geborgten Bayern-Hut. Auch Landrat Dr. Möller prostete der Menge zu.
Hans-Georg Gilka als Präsident des Bürgerfestausschusses hatte das Volksfest im Reiche der Strücher mit einem Grußwort eröffnet. Sein Willkommen galt Vertretern der bayerischen Landesvertretung, des Bundesverteidigungsministeriums und den Männern der Kommunalpolitik aus Kreis- und Stadtrat. Ein besonderer Gruß galt Pfarrer Herbert Riem und dem Ersten Beigeordneten Erich Lichtenberg. Die bayerischen Musikanten waren vom Thomasberger Oktoberfest so begeistert, daß sie sich bereiterklärten, auch am Sonntagmorgen beim Frühschoppen zu spielen. Dabei wurden sie von dem Heisterbacherrotter Korps 'Bergklänge' abgelöst.
Das Oktoberfest wurde nun zum 7. Male gefeiert. Bürgermeister Hank würdigte die Thomasberger, die mit ihrem Fest die Stadt Königswinter bis weit über die Grenzen der engeren Heimat bekannt gemacht hätten. Er meinte, daß dies nicht nur am Gerstensaft liege, sondern auch an den guten Thomasberger Frikadellen.
Im übrigen war für das leibliche Wohl genügend vorgesorgt: Erbsensuppe gab es am Sonntag nach dem Frühschoppen und eine Wein- und Sektbar, wo hübsche Thomasbergerinnen bedienten, war ständig umlagert. Auch in der sogenannten Almhütte drängte man sich und so wurde auch dieses Oktoberfest wieder ein voller Erfolg für die Verantwortlichen des Bürgerfestausschusses."
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