Aufnahme: 1975
Siebtes Volks- und Musikfest
"Das Volks- und Musikfest, für das das Musikkorps 'Bergklänge' Heisterbacherrott unter der bewährten Leitung von Fritz Müller verantwortlich zeichnete, lockte wieder viele Gäste aus Nah und Fern an den Pfingsttagen in den Siebengebirgsort.
Das Fest begann am Samstagnachmittag mit dem Empfang der Trachtenkapelle 'Die lustigen Neckartaler'. Sie wurde auf dem Parkplatz vor dem über 1000 Personen fassenden Festzelt begrüßt und konnte dann anschließend gleich im Festzelt die Übertragung des Fußball-Länderspieles miterleben. Die über 150 freiwilligen Helferinnen und Helfer zum guten Gelingen des Festes wollten natürlich nicht auf den sportlichen Leckerbissen verzichten und so hatte man für die Zeit der Übertragung im Zelt ein Fernsehgerät aufgestellt.
Imbiß- und Getränkestände auf dem Platz und im Zelt sorgten an allen Tagen für das leibliche Wohl der vielen Gäste und Festbesucher. Sämtliche Stände waren in eigener Regie aufgebaut worden. Charmante junge Damen sorgten als Kellnerinnen für guten Umsatz.
Am Samstagabend gaben die Musikanten vom Neckartal im Festzelt in ihrer roten Tracht eine Probe ihres Könnens. Sie spielten nicht nur Melodien aus der Volksmusikhitparade, sondern auch rheinische Klänge; der Beifall war entsprechend groß. 'Bergklänge'-Vorsitzender Fritz Müller konnte nicht nur seine Freunde aus dem Neckartal begrüßen, sondern auch viele Gäste, so Bürgermeister Hank, Stadtdirektor Schmitz, Kreistagsabgeordneter Henning und einige Stadtratsmitglieder. Bürgermeister Hank wünschte dem 7. Musikfest einen vollen Erfolg und überreichte den Musikanten aus dem Neckartal einen silbernen Bierseidel mit dem Wappen der Stadt Königswinter. Humorvoll meinte Hank, 'da Silber immer teurer wird, hat dieser Bierseidel auch immer seinen Wert.' Stellvertretend für alle Frauen der Heisterbacherrotter Musikanten hatte Hank für Resi Müller, die Gattin des Korpsleiters aus Heisterbacherrott, Blumen aus der Altstadt mitgebracht.
Auch Fritz Müller konnte der Kapelle vom Neckar Geschenke überreichen. Aus seiner Hand erhielt der Dirigent einen Vereinswimpel und jeder Musikant einen Geschenkkarton Siebengebirgswein sowie ein Festbuch von der 800-Jahrfeier Heisterbacherrotts.
Im weiteren Verlauf des Abends wurde getanzt, getrunken und sich amüsiert. Spannend war es bei einer Verlosung. Es gab nur 25 Gewinne, die dafür aber umso wertvoller waren.
Der zweite Tag des Festes begann mit einem Festhochamt, wobei die Neckartaler einige Choräle spielten. Danach traf man sich zu einem musikalischen Frühschoppen im Festzelt. Dabei wurde von den 'Bergklängen' ein neuer Walzer aus der Taufe gehoben. Dirigent Michael Stenz hatte ihn komponiert. Wegen einer Erkrankung des Komponisten wurde der neue Walzer von Herbert Schwipper dirigiert. Das Musikstück wurde 'Siebengebirgswalzer' benannt.
Ein farbenprächtiges Bild bot am Nachmittag der Empfang der 12 auswärtigen Vereine, die anschließend den Festzug durch die Straßen des Ortes gestalteten.
Den Auftakt bildete das gastgebende Musikkorps. Ihm folgten das Bläserkorps aus Ittenbach, das Fanfarenkorps aus Königswinter, das Tambourkorps 'Grün-Weiß' aus Oberkassel, das Bläserkorps 'Siegklang' aus Meindorf, das Tambourkorps aus Oelinghoven, das Jugendtambourkorps aus Menden, die Niederdollendorfer Bläserfreunde, das Tambourkorps der Freiwilligen Feuerwehr Uthweiler, das Fanfarenkorps 'Rot-Blau' Auelgau, das Selhofer Tambourkorps sowie das Tambourkorps aus Thomasberg und last not least das Mädchenkorps aus Bonn. Viele tausend Schaulustige jubelten den Musikanten zu, die nach dem Festzug eine Probe ihres Könnens lieferten.
Bedauert wurde nur, daß die 'Lustigen Neckartaler' nicht im Zuge mitmarschierten. Sie spielten währenddessen im Zelt auf.
Aufgelockert wurde der Zug durch Fahnenabordnungen des TuS Siebengebirge und der Feuerwehr Heisterbacherrotts. Alle teilnehmenden Korps erhielten als Erinnerung an diesen Tag je ein Fäßchen Bier. Feuerwehr und DRK hatten den Ordnungsdienst übernommen. Der Tag wurde mit einem Tanzabend beendet. Zusammen mit dem Stadtjugendring gestalteten die Bergklängler am Pfingstmontag einen Beatnachmittag für die Jugend."
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