Abgebildete Personen
Aufnahme: 1974
Thomasberger feierten ein zünftiges Oktoberfest
"Bereits vor der offiziellen Eröffnung des sechsten Thomasberger Oktoberfestes herrschte im mehr als 1000 Personen fassenden Festzelt eine tolle Stimmung. Schöner könnte es auch beim Münchener Oktoberfest nicht sein, meinten einige der Festteilnehmer. Das Zelt war bis auf die hinteren Tische besetzt, als Bürgerfestausschussvorsitzender Hans-Georg Gilka gegen 20.15 Uhr die Bühne betrat, wo bereits vorher 40 Musiker aus Roisdorf Platz genommen hatten und zur Unterhaltung aufspielten. Er begrüßte nicht nur die vielen Ehrengäste, sondern richtete auch ganz besonders Willkommensgrüße an die Einheimischen und an Besucher aus der Kaiserstadt Aachen, die anlässlich ihres Jahresausfluges das Oktoberfest besuchten. Als Ehrengäste begrüßte der Bürgerfestausschußvorsitzende Pfarrer Herbert Riehm, Bürgermeister Günter Hank, der späterhin das Oktoberfest durch den ersten Fassanstich eröffnete, Verkehrsamtsleiter Heinz Hoffmann, den stellvertretenden Bürgermeister Heinz Klümpers, die Beigeordneten Erich Lichtenberg und Leo Niederehe, viele Stadtratsmitglieder sowie die Kreistagsabgeordneten Theo Potthast und Josef Neuhöfer und den Landtagsabgeordneten Helmut Loos.
Und dann passierte es. Bürgermeister Hank wurde eine Schürze verpasst, bekam den Zapfhahn und schlug zu, aber verkehrt. Das Bier spritzte aus dem Fass und Hank und auch Hans-Georg Gilka mussten unter dem Gelächter der vielen Besucher ein Bierbad hinnehmen. Doch ein kräftiger Schluck aus dem Biermaßkrug beruhigte die Nerven wieder, und das zweitägige Oktoberfest war eröffnet.
Gilka dankte, bevor der Tanz ums Bierfass begann, allen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen, damit auch dieses Fest wieder reibungslos über die Bühne gehen konnte. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Charmante Damen kredenzten am Weinbrunnen den Rebensaft. Auch eine Bierbar lud zum Verweilen ein. Ein schmackhaftes kaltes Buffett lockte ebenfalls viele Oktoberfestbesucher im September an.
Vor dem Festzelt konnte sich die Jugend an mehreren Schießbuden üben.
Am Sonntagvormittag spielten mehrere Kapellen aus Eitorf und dem benachbarten und befreundeten Heisterbacherrott zum Frühschoppen auf. Die Thomasberger Küchen konnten am Sonntag kalt bleiben. Eine würzige und schmackhafte Erbsensuppe war schnell ausverkauft."
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