Fünftes Thomasberger Oktoberfest

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1973

Fünftes Thomasberger Oktoberfest

„Seit 1811 wird in München das Oktoberfest gefeiert. Das kann man im Großen Brockhaus nachlesen. Seit 1969 wird auch in Thomasberg ein Oktoberfest gefeiert. Wenn man ein Fest schon fünfmal feiert, kann man schon von einer Tradition sprechen. Demnächst wird das Thomasberger Fest auch im Großen Brockhaus stehen. Ursprung des Thomasberger Oktoberfestes war wohl die Vermählung von Alt-Königswinter mit Oberpleis im August 1969." Diese scherzhaften Worte sprach Königswinters Bürgermeister Günter Hank und eröffnete mit dem anschließenden Fassanstich offiziell das Thomasberger Oktoberfest in einem 1000 Personen fassenden bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt.

Zu Beginn des Abends hatte Bürgerfestausschussvorsitzender Franz Unterstell neben dem Bürgermeister seinen Stellvertreter Heinrich Klümpers, den Kreistagsabgeordneten Neuhöfer, den Technischen Beigeordneten Leo Niederehe, den CDU-Bundesgeschäftsführer Ottfried Hennig, Ratsmitglieder sowie den Bürgerfestausschussvorsitzenden Jochen Pflugradt aus Heisterbacherrott und den Ortsverbandsvorsitzenden von Oberdollendorf und Römlinghoven Josef Vollmer, begrüßt. Als Unterstell Bürgermeister Hank begrüßte, spielte die Eitorfer Tanzkapelle den Schlager „Hurra, hurra, der liebe Jung ist wieder da". Nach dem Fassanstich leerten Bürgermeister Hank, Bürgerfestausschussvorsitzender Franz Unterstell und Adele Thomas das erste Glas Gerstensaft aus dem Fass.

Letztere freute sich so über das Oktoberfest, dass sie Bürgermeister Hank sogar einen Hausorden verlieh. Ein erster Höhepunkt nach dem Fassanstich war der Auftritt des Rheydter Männerchores „Concordia". Er erfreute mit einigen Rhein- und Weinliedern. Verkehrsdirektor Hoffmann hatte die Sänger zur Verschönerung des Oktoberfestes eingeladen. Da die Verantwortlichen des Thomasberger Oktoberfestes nichts davon wussten, war die Überraschung gelungen. Die durch Funk und Fernsehen bekannte Big Band der 8. US-Infantry Division unter der Leitung von William W. Cover erhielt für ihre Darbietungen nicht enden wollenden Beifall. Sie spielte nicht nur Konzertstücke, sondern auch Schlager und Volkslieder. Ihr Auftritt begann mit der deutschen und mit der amerikanischen Nationalhymne. Auch eine italienische Komposition stand auf dem reichhaltigen Programm. Meinte der amerikanische Conferencier: „Aber ohne Cholera".

 Dem Bandleader überreichte Franz Unterstell als Erinnerung an das Oktoberfest 1973 ein Gemälde mit einer Ansicht von Thomasberg. Das Bild wurde von einem Thomasberger Künstler gemalt. Auch Bürgermeister Hank, der später die Kapelle dirigierte, hatte zwei Becher mit dem Königswinterer Wappen als Geschenk für die amerikanische Kapelle mitgebracht. Die Frauen der Vorstandsmitglieder des Bürgerfestausschusses sorgten mit Getränken und herrlichen Speisen für das leibliche Wohl. Am Sonntagmorgen traf man sich im Festzelt zu einem Frühball. Zur Unterhaltung spielten das Bläserkorps Ittenbach und der Musikzug „Bergklänge" Heisterbacherrott auf. St.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 40 vom 5. Okt. 1973
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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