Aufnahme: 1973
Ehrungen beim Volks- und Musikfest
Vier Tage lang feierte der weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus bekannte Musikzug „Bergklänge" Heisterbacherrott an den Pfingsttagen sein goldenes Jubelfest.
Eröffnet wurden die Feierlichkeiten mit einem Festkommers in der festlich dekorierten Aula der Stenzelberggrundschule, zu dem sich viele Ehrengäste eingefunden hatten, die vom Vorsitzenden Friedrich Müller auf das Herzlichste begrüßt wurden. Besondere Willkommensworte richtete Friedrich Müller an Pfarrer Dr. Anton Ly, Bürgermeister Günther Hank, den stellvertretenden Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Suttner, Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz, Kämmerer Scharrenbroich, Schul- und Kulturamtsleiter Peter-Josef Kneiseler, an die Vertreter des Deutschen Volksmusikerbundes, an die Gründer- und Ehrenmitglieder, an den Leiter der neuen Musikschule der Stadt Königswinter Kurt B. Wirtz, an die Leiterin der Schule Frl. Marlies Ockenfels, an Dr. Greger vom örtlichen Volksbildungswerk, an Frl. Christine Funke, die für die musikalische Ausbildung gesorgt hatte, sowie an die benachbarten Musikanten vom Tambourkorps Thomasberg und an Jochen Pflugradt vom Bürgerfestausschuss mit den Ortsvereinen.
Der Festakt wurde vom Musikverein Feldkirch-Altenstadt aus Tirol mit einer Komposition von Sepp Tanzer „Der Festtag" eröffnet. Der befreundete Männerchor „Gemüthlichkeit" aus Königswinter, der den zweiten Teil des Abends mit Melodien von Vacek, Paulsen, Walters, Anton, Rosenstengel und Straka gesanglich gestaltete, sang aus der Oper „Der Waffenschmied" den Chor der Schmiedegesellen.
Vorsitzender Friedrich Müller schilderte in seiner kurzen Festansprache die Geschichte des Chores in den vergangenen 50 Jahren.
Bevor Bürgermeister Hank den Reigen der Gratulationscour eröffnete, erfreute die Trachtenkapelle aus Altenstadt, mit der die „Bergklänge" schon seit Jahren eine innige Freundschaft verbindet, noch mit dem „Tango Rubin" von Willi Löffler. Bürgermeister Hank bezeichnete das Jubelkorps als einen festen Bestandteil innerhalb der Stadt Königswinter. Als Geschenk überreichte das Stadtoberhaupt einen Gutschein zur Anschaffung einer neuen „Tröt". Vizelandrat Suttner hatte ebenfalls ein Geldgeschenk mitgebracht. Eine Plakette zum Jubiläum des Musikzuges erhielt Vorsitzender Friedrich Müller aus der Hand des Vertreters des Volksmusikerbundes. Das Volksbildungswerk ließ durch seinen Vorsitzenden, Dr. Gregor, einen Scheck für die Ausbildung eines Musikers überreichen. Die Gratulation der Ortsvereine brachte der Vorsitzende des Bürgerfestausschusses, Jochen Pflugradt, vor. Alle Ortsvereine hatten Blumen und sonstige Geschenke für das Geburtstagskind mitgebracht. Ein Glas voller Pfennige überreichte der Heisterbacherrotter Sportverein als Geschenk.
Albert Gau vom Musikverein Altenstadt betonte in seiner Glückwunschansprache die jahrelange Freundschaft der beiden Musikkorps und überbrachte gleichzeitig die Grüße und Glückwünsche des Bürgermeisters seiner Gemeinde. Als Geschenk überreichte er eine Puppe, das Sinnbild von Feldkirch-Altenstadt, und ein Buch über die Gemeinde.
„Die Ortsteile von Königswinter sind in den vergangenen Jahren zusammengewachsen, was anfangs keiner für möglich gehalten hatte. Auch die Freundschaft zwischen Thomasberg und Heisterbacherrott wurde in dieser Zeit vertieft." Mit einem „Glück auf" gratulierte im Namen der Strücher" Josef Mehren vom Tambourkorps Thomasberg.
In der Pause hatte das Jubelkorps zu einem Sektumtrunk eingeladen. Im Mittelpunkt des Festkommers stand jedoch die Ehrung der Gründer- und der Ehrenmitglieder.
Adolf Krämer aus Pleiserhohn nimmt trotz seinem hohen Alter noch aktiv am Vereinsgeschehen teil. Er hat in den vergangenen Jahren fast keine Probe verfehlt. Unter dem Beifall der vielen Ehrengäste wurde er von Friedrich Müller zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Gründermitglieder Paul Henseler, Wilhelm Weber und Karl Müller erhielten geschmackvolle Urkunden. Zu Ehrenmitgliedern wurden Engelbert Jonas, Johann Unkelbach und Fritz Weber ernannt. Sie alle gehören ebenfalls seit 50 Jahren dem Musikzug an. Für sie gab es aus der Hand des Vorsitzenden Plaketten.
Auf die weiteren Veranstaltungen anlässlich des Volks- und Musikfestes kommen wir in Wort und Bild noch zurück. St.
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