Aufnahme: 1973
Franz Müller wurde Nachfolger von Georg Dynewski
"Aus heiterem Himmel kam die Ankündigung von Georg Dynewski auf der Generalversammlung des TuS Siebengebirge in der Heisterbacherrotter Gaststätte Lichtenberg: 'Ich bin amtsmüde geworden. Meine Vorstellungen über die Schaffung von sportlichen Einrichtungen haben sich in meiner vierjährigen Tätigkeit als Vorsitzender nicht erfüllt. Vielleicht hat ein anderer Vorsitzender mehr Erfolg. Spielerisch steht der TuS jedoch gut da. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt und bitte von einer Wiederwahl abzusehen.'
Peter Gierlach wurde von der Versammlung zum Versammlungsleiter gewählt. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet. Franz Müller wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde Herbert Steilen. Wolfgang Brunswig wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Werner Quardt bleibt Geschäftsführer. Rainer Münz wurde Rechnungsprüfer. Helmut Wichartz und Manfred Pütz sind Kassenwarte. Erich Steffes wurde zum Jugendwart gewählt, Festwart ist Heinz Harf. In den Festausschuß gewählt wurden Josef Müller und Werner Steffes. Der zurückgetretene Vorsitzende Georg Dynewski will als Pressewart weiter im Vorstand bleiben. Georg Armbröster bekleidet den Posten des Sozialwartes und Rudi Steiner wurde Leichtathletikwart. Über eine Stunde bemühte sich der Vorstand um einen Handballobmann. Doch vergebens. Der Posten bleibt vorläufig unbesetzt, da man keine geeignete Persönlichkeit fand und alle Vorgeschlagenen die Annahme des Postens ausschlugen. Der Vorstand will sich in Kürze um diese Besetzung kümmern.
Begonnen hatte die Versammlung mit dem Geschäftsbericht von Werner Quardt, den Georg Dynewski verlas. Zwei Mitglieder- und neun Vorstandssitzungen fanden 1972 statt. In dem Bericht wurde bedauert, daß sich 1972 keine Besserung in den Trainingsmöglichkeiten ergeben hat. So konnte auch die geplante Kleinfeldanlage nicht geschaffen werden. Der TuS Siebengebirge besteht zur Zeit aus drei Seniorenmannschaften im Feld und vier Seniorenmannschaften in der Halle, einer Alte-Herren-, einer Damen-, einer Mädchen-, einer A-Jugend- und zwei C-Jugendmannschaften.
Hingenommen wurde von den Mitgliedern eine leichte Beitragserhöhung im Laufe des Jahres. Diese Maßnahme war notwendig geworden durch eine Anordnung des Landessportbundes. 9 Sportunfälle mußten verzeichnet werden.
1971/72 wurden die Alten Herren Hallenkreismeister. Dem TuS Siebengebirge, der sich inzwischen gerichtlich hat eintragen lassen, gehören heute 354 Mitglieder an.
Alle Mannschaften konnten sich im vergangenen Jahre auf guten Tabellenplätzen behaupten. Auch nahmen die Sportler des TuS Siebengebirge an auswärtigen Turnieren teil. Noch in lebhafter Erinnerung ist das deutsch-französische Turnier.
Insgesamt wurden 1972 230 Spiele ausgetragen, davon wurden 131 gewonnen, 10 endeten unentschieden und 89 mal wurden die Siebengebirgler geschlagen.
104 Spiele fanden an Sonntagen, 81 an Samstagen und 45 an Wochentagen statt. In ihren Fahrzeugen legten die Mitglieder und Freunde, die die Sportler zu Spielen und zum Training fuhren, mehr als 7000 Kilometer zurück.
Im Bericht des Jugendwartes Erich Steffes wurde mitgeteilt, daß die Jugend mit zwei Mannschaften an den Feldmeisterschaften teilgenommen habe.
Dynewski dankte den Schiedsrichtern, den Betreuern und den Fahrern für ihren Einsatz. Sein besonderer Dank galt aber Franz Müller, seinem Nachfolger, und Jochen Schneider, für die gute Organisationsleitung.
An zahlreiche Mitglieder, die im vergangenen Jahre Jubiläum feiern konnten, wurde die Ehrennadel überreicht.
Heinz Harf und Josef Müller hatten die Kasse geprüft."
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